Bielefeld Aus einem Bielefelder Notfall wird ein großes Projekt

Bielefelderin konnte nach einem Unfall ihren Hund nicht mehr ausführen - Projekt "Lucky Grandma" soll in solchen Fällen künftig helfen

Alexandra Buck

Bielefeld. Deutschlandweit hatte der Fall in Bielefeld die Menschen bewegt. Eine ältere Dame konnte nach einem Sturz das Haus nicht mehr verlassen - und ihrem Hund drohte das Tierheim. Aus diesem Notfall entwickelt sich nun ein tolles Projekt. Nach einem schweren Sturz war es der Dame aus Schildesche nicht mehr möglich, Treppen zu steigen, so dass die 75-Jährige das Haus nicht verlassen konnte. Ihrem sechs Jahre alten Hund Lucky drohte das Tierheim - und die Bielefelderin litt unter der Situation. 300 Menschen wollten helfen Gott sei Dank haben sich die Probleme nun in Luft aufgelöst. Zahlreiche Gassigänger, Betreuer und sonstige Helfer hatten sich nach einem NW-Bericht bei Petra Uppmann, einer Freundin der Familie, gemeldet. Insgesamt 300 Menschen aus ganz Deutschland hatten ihre Dienste angeboten. Aus dem Notfall ist nun ein Projekt erwachsen: „Lucky Grandma" setzt sich dafür ein, dass Senioren oder kranke Menschen möglichst lange mit ihrem Haustier in ihrem eigenen Zuhause zusammen leben können. "Wir arbeiten gerade an einer Website, auf der Hilfesuchende und Helfer vernetzt werden, so dass Betreuer oder Pflegedienste und Angehörige auf kurzem Wege mit helfenden Personen in Kontakt treten können." Plattform für den Tatendrang 14 Menschen im Alter von 19 bis 65 Jahren kümmern sich nun um Lucky. Und Petra Uppmann will dem spürbaren Tatendrang der Menschen nun eine Plattform bieten. "Wir wollen versuchen, viele Menschen in ganz Bielefeld und Umgebung zu erreichen. Vielleicht kann das Projekt deutschlandweit ein Erfolg werden." Da so ein Projekt Geld kostet, hat sich das "Lucky Grandma"-Team für den Bielefeld-Preis beworben. "Wir hoffen, so finanzielle Mittel generieren zu können, um das Projekt größer anlegen und Werbung dafür machen zu können."

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