Entwurf: So könnte die Lutter nach der Teiloffenlegung an der Ravensberger Straße aussehen. - © Thomas Grundmann / Stadt
Entwurf: So könnte die Lutter nach der Teiloffenlegung an der Ravensberger Straße aussehen. | © Thomas Grundmann / Stadt

Bielefeld Offenlegung der Lutter geht in heiße Phase über

Unterlagen liegen noch bis 26. März aus, Anlieger können Stellung nehmen. Verein "Pro Lutter" bereitet Förderanträge an Stiftungen vor. Erster Spatenstich könnte im Frühjahr 2019 sein

Joachim Uthmann

Bielefeld. Die Teiloffenlegung der Lutter in der Ravensberger Straße kommt jetzt in die heiße Planungsphase. Aktuell liegen die Pläne noch bis zum 26. März im Umweltamt an der August-Bebel-Straße 75-77 aus. Bürger können Einwände erheben. Und am Montag, 12. März, informiert das Umweltamt mit Gutachtern und Planern über das Projekt. Ziel ist der erste Spatenstich im Frühjahr 2019. Die Bürgerinfo beginnt am 12. März um 18 Uhr im Gymnasium am Waldhof. Umweltamt, Verkehrsamt, Verein "Pro Lutter" und das Planungsbüro werden vor Ort sein. Martin Wörmann, Leiter des Umweltamtes, rechnet mit dem Planfeststellungsbeschluss zur Genehmigung im Spätsommer 2018. Insgesamt kostet dieser zweite Bauabschnitt der Luttersanierung gut drei Millionen Euro. Die Arbeiten sollen im Herbst ausgeschrieben werden. Bis dahin hofft der Verein "Pro Lutter", der die Teiloffenlegung mit plant und zehn Prozent der Kosten aufbringen muss, auf positive Signale von den Umweltstiftungen, über die er Fördergeld einsammeln will. Projektleiter Martin Enderle bereitet derzeit die Förderanträge vor. Die Aussicht auf die Zuschüsse wächst, weil auch das Land Geld aus Städtebaumitteln beisteuern will, die 80 Prozent der Summe ausmachen. Zehn Prozent trägt die Stadt, hat der Rat mit der Paprika-Mehrheit beschlossen. Die Ravensberger Straße wäre der zweite Abschnitt, auf dem die verrohrte Weser-Lutter ans Tageslicht geholt wird. Schon vor Jahren geschah dies im Park der Menschenrechte am Waldhof. Jetzt stehen 600 Meter zwischen Niederwall und Teutoburger Straße an, wo der Kanal unter der Ravensberger Straße saniert und neu gebaut wurde. Derzeit ist die Fahrbahn provisorisch hergerichtet. Die endgültige Fertigstellung soll mit der Teiloffenlegung der Lutter in einer Betonrinne ab 2019 folgen. Ein Teil des Lutterwassers wird dafür nach oben geleitet. Ebenfalls in Planung ist der dritte Abschnitt der Lutter-Offenlegung ab Teutoburger Straße durch den Grünzug bis zum Stauteich I. Mittlerweile liegen auch die Pläne für die weitere Gestaltung des Grünzugs bis Heepen mit Luttersee und Streichung des Stauteichs II vor. Hier regt sich bei Kleingärtnern Widerstand. Die SPD in Mitte unterstützt sie. Die Grünen im Rat werben dagegen für diese "Vorzugsvariante".

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