Schwerer Unfall auf der Autobahn 2 bei Bielefeld: Mehrere Lastwagen sind auf der rechten Spur in Richtung Dortmund aufeinandergeprallt. - © Andreas Zobe
Schwerer Unfall auf der Autobahn 2 bei Bielefeld: Mehrere Lastwagen sind auf der rechten Spur in Richtung Dortmund aufeinandergeprallt. | © Andreas Zobe

Bielefeld Autobahn gesperrt: Schwerer Unfall mit sechs Verletzten auf der A2 bei Bielefeld

Vier Lastwagen prallen ineinander. Schwerverletzter muss aus Wrack geborgen werden. Die Strecke in Richtung Dortmund ist nur auf einer Spur befahrbar

Jürgen Mahncke
Jens Reichenbach

Bielefeld. Auf der Autobahn 2 ist es zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Ost und Bielefeld-Süd in Fahrtrichtung Dortmund zu einem schweren Verkehrsunfall mit insgesamt sechs Verletzten gekommen. Ein Fahrer wurde sogar in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Die Autobahn war vorübergehend voll gesperrt. Kurz vor 15 Uhr waren zwei große Sattelzüge und zwei 7,5-Tonner am Stauende aufeinandergeprallt. Wie die Polizei am Abend mitteilte, hatte ein rumänischer Sattelzugfahrer im Steigungsstück des Bielefelder Berges den Stau vor ihm nicht erkannt und war nahezu ungebremst in die stehenden Fahrzeuge vor ihm geprallt. Der Rumäne und seine Beifahrerin wurden dabei schwer verletzt. Durch die Wucht des Aufpralls wurden insgesamt vier Lastwagen ineinander geschoben. Dabei wurden die Insassen in den vorderen Lastwagen leicht verletzt: ein 58-jähriger Sattelzugführer aus Soest, ein 53-jähriger Lkw-Fahrer aus Minden, sowie ein 47-jähriger LKW-Fahrer aus Unna und sein Beifahrer. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit zahlreichen Kräften vor Ort. Nach Angaben von Feuerwehreinsatzleiter Hans-Dieter Mühlenweg wurden insgesamt fünf Personen verletzt. Die Polizei korrigierte die Zahl der Verletzten am Ende auf sechs Personen. Laut Polizei entstand ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe. Rettung mit Hilfe von Schere, Spreizer und Stempel Der rumänische Fahrer wurde in seinem Führerhaus so eingeklemmt, dass er von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit und notärztlich versorgt werden musste. Mühlenweg sprach von einer schweren Bergung, da der Fahrer mit seinen Beinen in dem zusammen geschobenen Führerhaus feststeckte. Um den Patienten erreichen zu können, mussten die Rettungskräfte zunächst ein Podest mit zwei Treppenaufbauten in Stellung bringen, um in Höhe des Patienten vernünftig arbeiten zu können. Mit Hilfe von hydraulischem Rettungsgerät (Schere, Spreizer und Stempel) konnte der Schwerverletzte aus seinem Fahrzeug befreit werden. Der Unfall ereignete sich im Steigungsbereich der Autobahn bei Lämershagen. Die Feuerwehr war mit insgesamt 50 Einsatzkräften vor Ort - beteiligt waren Retter der Berufsfeuerwehr sowie der Löschabteilungen Heepen und Hillegossen. Weil zunächst von mehreren eingeklemmten Personen die Rede war, waren sogar drei Notärzte und fünf Rettungswagen darunter. Ab 18.30 Uhr entspannte sich die Situation Die Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund musste während der Rettungsarbeiten für eine gute Stunde auf allen drei Spuren gesperrt werden. In dieser Zeit kam es zu einem Rückstau bis zurück nach Herford. Auch auf den üblichen Umleitungsstrecken wurden empfindliche Verkehrsbehinderungen gemeldet. Gegen 18 Uhr meldete die Polizei noch einen Rückstau von neun Kilometern. Zu dem Zeitpunkt war die Unfallstelle nur einspurig passierbar. Nach BAtransport der Unfallfahrzeuge konnte gegen 18.40 Uhr  die zweite Spur freigegeben werden. "Wir rechnen nun damit, dass sich die Situation dadurch entspannt", hieß es aus der Leitstelle. Gegen 19.45 Uhr konnte die Polizei die A 2 endlich wieder komplett freigeben. Erst vor wenigen Tagen hatte Innenminister Herbert Reul die Gefahr durch Lastwagen bei Auffahrunfällen herausgestrichen. Sie werden im Ernstfall zu "tonnenschweren Geschossen", mahnte der CDU-Politiker.

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