Kleine Ursache, großer Auftrieb vor dem Gebäude an der Ecke Paulus- / Kavalleriestraße. - © Andreas Zobe
Kleine Ursache, großer Auftrieb vor dem Gebäude an der Ecke Paulus- / Kavalleriestraße. | © Andreas Zobe

Bielefeld Wie eine kleine Zigarette in Bielefeld einen Feuerwehreinsatz auslöste

Brandgeruch im Keller. Einsatzkräfte suchen lange nach der Ursache

Jens Reichenbach

Bielefeld. Im Keller eines Geschäftshauses an der Kavalleriestraße haben Mitarbeiter am Montagnachmittag unangenehmen Brandgeruch wahrgenommen. Weil die Ursache dafür nicht offensichtlich erkennbar war, rief man die Feuerwehr. Gegen 15.20 Uhr erreichen zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge der Berufsfeuerwehr sowie der Löschabteilung Mitten die Kavallerie- und die angrenzende Paulusstraße. Beide Straßen sind daraufhin gesperrt. Sofort macht sich ein Angriffstrupp unter Atemschutz auf den Weg in den Keller. Auch bei der Erkundung der Brandbekämpfer ist der Geruch eines Feuers deutlich zu erkennen. In einem Elektroraum identifizieren die Feuerwehrleute auch Rauch. Doch die Ursache dafür ist erneut nicht sofort zu erkennen. Unnötiger  Einsatz, nur weil ein Raucher zu faul war Nun begehen Einsatzkräfte das Gebäude, sichten auch von außen und identifizieren schließlich eine kleine Zigarette als Übeltäter. "Jemand hat eine brennende Kippe in einen Gullyrost vor dem Eingangsbereich geworfen. Der Rauch ist von dort in den Keller gezogen", erklärte Einsatzleiter Hans-Hermann Zöllner kurz, bevor er zum nächsten Einsatz eilen muss. Den Mitarbeitern ist kein Vorwurf zu machen. Ein schwelender Kabelbrand kann sehr gefährlich werden. Für die ohnehin viel beschäftigte Feuerwehr war das allerdings ein besonders unnötiger, weil sehr zeitraubender Einsatz, nur weil jemand zu faul war, seine glimmende Zigarette auszudrücken.

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