In Aktion: Noch sind Tim Waldherr, Trainer der Bielefelder Alpenvereins-Sektion, und seine Kollegen im alten Kletterzentrum an der Meisenstraße aktiv. In Sichtweite wird im Herbst dieses Jahres das neue Alpen-Zentrum gebaut. - © Oliver Krato
In Aktion: Noch sind Tim Waldherr, Trainer der Bielefelder Alpenvereins-Sektion, und seine Kollegen im alten Kletterzentrum an der Meisenstraße aktiv. In Sichtweite wird im Herbst dieses Jahres das neue Alpen-Zentrum gebaut. | © Oliver Krato

Bielefeld Neues Kletterzentrum in Bielefeld kommt wohl später als erhofft

Alpenverein auf neuen Wegen: Erstmals wird das Programm der hiesigen Sektion mit Wanderungen, Bergtouren und Kletterfahrten in einem Tourencafé vorgestellt - mit hoher Resonanz.

Silke Kröger

Bielefeld. An den Tischen im Vereinsraum wird eifrig diskutiert, Brötchen und Kaffee sind gut nachgefragt, und unter den Besuchern sind auch viele neue Gesichter: Das offene Kurs- und Tourencafé am Sonntag, in dem die Aktiven in der Bielefelder Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) erstmals ihr neues Programm vorstellen, ist ein voller Erfolg: Rund 50 Interessierte haben den Weg in die Marktstraße gefunden. „Das machen wir nächstes Jahr wieder so", meint Ausbildungsreferent Michael Haase sichtlich erfreut. Allen Grund zur Freude hat der Verein aber auch aus anderen Gründen. In diesem Jahr wird das 125-jährige Bestehen gefeiert, die Entwicklung der Mitglieder gestalte sich „dynamisch", so Vorstand Volker Wilde – rund 3.800 seien es aktuell. Und das geplante neue Kletterzentrum an der Meisenstraße ist planerisch ein gutes Stück vorangekommen. „Der Bauantrag ist gestellt, wir erwarten bald die Baugenehmigung", berichtet Wilde. Im September 2017 hat der Verein das Grundstück für den Neubau in Erbpacht erworben. Aufgrund der Brandschutzbestimmungen mussten die Pläne für das rund 3,8-Millionen-Euro-Vorhaben noch einmal „von rechts nach links gezogen" werden, erklärt Wilde. 125. Geburtstag wird gefeiert Als nächstes müsse der Kampfmittelräumdienst sein Okay geben, „und demnächst ist dann der erste Spatenstich". Allerdings werde der Wunschtermin der Fertigstellung – der 29. September, Gründungstag der Sektion Bielefeld – „wahrscheinlich" nicht eingehalten werden können, bedauert er. Gleichwohl wird der 125. Geburtstag – 1893 gründeten 14 Männer in der Bielefelder Gaststätte Modersohn die Sektion – natürlich besonders begangen. Mit einem großen Alpenfest auf dem Gelände um den Neubau herum wird am 29. September gefeiert – und damit auch das Jubiläumsjahr eingeläutet. Mitte November tagt erstmals der DAV-Bundeskongress in Bielefeld. Für das Kurs- und Tourenprogramm 2018, das in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erschienen ist und an vielen öffentlichen Stellen ausliegt, haben sich Bildungsreferent Michael Haase und sein Team – rund 60 Tourenleiter sind für die Sektion aktiv – wieder einiges einfallen lassen. Neben Bewährtem sind dort auch neue Aktivitäten zu finden beziehungsweise solche, die lange Jahre nicht mehr angeboten wurden. Dazu gehört die Schneeschuhwanderung in den Ötztaler Alpen im Februar genauso wie die große Durchquerung der Aletschregion und die Drei-Täler-Rundwanderung im Juli inklusive Gletscherquerung. Ganz neu ist die Kulturwanderung mit Wandertheater und Begleitung des Schaftriebs. Eine Anmeldung für alle Touren ist ab sofort möglich. Reagieren werde der Verein auf die Anregung, für konditionsschwächere Einsteiger eine leichtere Tour zu bieten, verspricht Haase. Das sei ebenso in der Überlegung wie das Angebot eines Trainingsplans mit dem Ziel der Konditionssteigerung für größere Touren – im Jubiläumsjahr hat der DAV Bielefeld noch viel vor. Mehr Infos: www.alpenverein-bielefeld.de

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