Zwischen Rathaus und Stadttheater sorgen lungernde Szeneangehörige seit einem Jahr für Probleme. - © Symbolfoto: picture-alliance
Zwischen Rathaus und Stadttheater sorgen lungernde Szeneangehörige seit einem Jahr für Probleme. | © Symbolfoto: picture-alliance

Bielefeld Der Innenhof zwischen Bielefelder Rathaus und Stadttheater verwahrlost

Klagen über Drogen-, Alkoholkonsum, Belästigungen, Müll und Prostitution. Nun soll die Politik helfen

Joachim Uthmann
Stefan Brams

Bielefeld. Pläne und Ideen, den Rathaus-Innenhof zu verschönern und Außengastronomie anzubieten, scheiterten mehrfach. Jetzt wird der Platz zwischen Rathaus und Theater zunehmend zum Problemfall. Intendant Michael Heicks spricht von „Verwahrlosung". Die FDP bringt das Thema mit einer Anfrage in die Ratsgremien. Schon 2017 beklagte Hans Hamann (SPD) dort Probleme mit Alkohol- und Drogenmissbrauch. Verwaltungsdirektorin Ilona Hannemann bestätigte, die Situation werde mit der Theaterstiftung, der das Haus gehört, thematisiert. An Eingängen zur Verwaltung des Theaters, vor allem an der Ecke Brunnen-/Turnerstraße, würden Mitarbeiter belästigt und beschimpft. Die Stadtwache könne nur während deren Öffnungszeiten helfen. Intendant: "Theaterbesucher meiden inzwischen den Weg" Intendant Heicks sagt: „Seit mehr als einem Jahr beobachten wir, dass sich am späten Nachmittag und Abend eine Gruppe von Menschen im Innenhof trifft, dort leere Flaschen und Müll hinterlässt. Vor allem Besucherinnen des Theaters meiden inzwischen diesen Weg zum Theater, aber auch Mitarbeiter unseres Hauses fühlen sich dort nicht mehr sicher. Auch am Hintereingang des Theaters halten sich immer wieder Gruppen auf." Heicks sieht „Handlungsbedarf. Bereits vor mehr als zehn Jahren hat es Pläne gegeben, diesen Platz aufzuwerten. Das ist leider unterblieben und nun verwahrlost er zusehends und zieht ein entsprechendes Publikum an." Das Versäumnis von damals räche sich nun. Die FDP stellt im Betriebsausschuss Bühnen eine Anfrage, seit wann die Probleme bekannt seien und was die Verwaltung dagegen zu unternehmen gedenke. Theater und Rathaus seien Visitenkarten der Stadt, so Laura von Schubert (FDP). Ein Gitter soll jetzt Theaterbesucher und Touristen schützen Touristen, Besucher und Mitarbeiter müssten geschützt werden. Als erste Maßnahme sei jetzt ein Gitter für den Theater-Eingang Brunnen-/Turnerstraße bestellt, sagte Pressesprecherin Nadine Brockmann. Nach Ansicht von Hannemann müsse für den Innenhof eine dauerhafte Lösung gefunden werden.

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