Gesperrt für Kanalbau: Die Heeper Straße ist zwischen Teutoburger und Huberstraße Baustelle. Hier wird die Fahrbahn erst ab 2022 endgültig erneuert. Im weiteren Verlauf bis Radrennbahn soll sie nach Kanalbau sofort neu gestaltet wiederhergestellt werden. - © Oliver Krato
Gesperrt für Kanalbau: Die Heeper Straße ist zwischen Teutoburger und Huberstraße Baustelle. Hier wird die Fahrbahn erst ab 2022 endgültig erneuert. Im weiteren Verlauf bis Radrennbahn soll sie nach Kanalbau sofort neu gestaltet wiederhergestellt werden. | © Oliver Krato

Bielefeld Heeper Straße wird erst 2023 fertig

Neue Pläne: Stadt strebt auf dem östlichen Abschnitt Kanal- und Straßenbau in einem Rutsch an. Geänderter Ausbaustandard schließt Stadtbahnstrecke endgültig aus

Joachim Uthmann

Bielefeld. Auf der Heeper Straße wird seit 2016 bereits kräftig gebuddelt. Für die Baustelle sind Teile gesperrt. Die bisherige Planung sah vor, dass der Kanalbau bis zur Radrennbahn bis 2020 abgeschlossen werden kann - die Fahrbahn aber erst später endgültig erneuert wird. Jetzt ändert die Stadt die Pläne: Im östlichen Bereich laufen Kanal- und Straßenbau zusammen. Neues Ziel für die Fertigstellung ist 2023. Hauptgrund für den Wechsel ist die Aussicht auf höhere Zuschüsse. Nach dem Entflechtungsgesetz kann Bielefeld auf 65 Prozent Förderung hoffen. Damit könnte die Stadt sogar die Gesamtkosten mit Wiederherstellung der Fahrbahnen von rund 9,3 Millionen Euro bezahlen. Wie die Straße aufgeteilt wird, sollen Bezirksvertretung Mitte und Stadtentwicklungsausschuss jetzt festlegen. Bisher war die Heeper Straße abschnittsweise vierspurig. Das soll sich nach der Vorlage des Amtes für Verkehr ändern. Es empfiehlt zwei Spuren a 3,25 Breite, die für die vielen Busse ausreiche, und beidseitig Radstreifen auf der Fahrbahn. Nachteil ist, dass dafür Parkplätze wegfallen. Der Bedarf liege bei 146, heißt es in der von Bau- und Verkehrsdezernent Gregor Moss (CDU) unterzeichneten Vorlage. Der Entwurf sieht aber nur 113 Stellplätze vor. Vor allem im innenstadtnäheren Teil fallen Stellplätze weg. Allerdings gebe es auf den Grundstücken und Supermarktparkplätzen Ausweichstellen. Zusätzliche Mittelinseln sollen das Überqueren der mit 17.000 Autos viel befahrenen Straße erleichtern. An Haltestellen sollen Autos die Busse nicht überholen können, damit diese in "Pulk-Führerschaft" schneller vorankommen und Fahrgäste besser geschützt werden. Die Einmündung der Nebenstraßen werden als Gehwegüberfahrten umgebaut. Durch lärmarmen Asphalt soll es leiser werden. Zweiter Hauptgrund für die Umplanung ist die endgültige Streichung der Strecke für die Linie 5 im Stadtbahnkonzept. Die sollte von Sennestadt durch die City über die Heeper Straße bis Heepen führen. Die Stadt musste das Projekt wegen der ablehnenden Bürgerbefragung 2014 aber stoppen. Der Wegfall der Stadtbahn-Option erleichtere jetzt den Umbau, weil weniger Leitungen und Kanäle verlegt werden müssen, so Hans-Werner Klemme vom Amt für Verkehr. Das spare Kosten von rund einer Million Euro. Der Verzicht auf die Stadtbahn-Option ist für viele Politiker sowie die Verkehrsbetriebe MoBiel aber eine bittere Pille. Nach dem neuen Bauzeitenplan läuft der aktuelle Kanalbau von Teutoburger bis Huberstraße noch bis Mitte 2018. Die Fahrbahn wird hier erst provisorisch hergerichtet. Dann soll der Abschnitt von Am Venn (Höhe Radrennbahn) bis Huberstraße von 2019 bis 2022 folgen - als Komplettsanierung. Die endgültige Wiederherstellung zwischen Teutoburger und Huberstraße ist ab 2022 vorgesehen.

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