Das Wasser eines überfluteten Ackers hat am Okapiweg die angrenzenden Grundstücke überschwemmt. - © Christian Weische
Das Wasser eines überfluteten Ackers hat am Okapiweg die angrenzenden Grundstücke überschwemmt. | © Christian Weische

Bielefeld Sturmtief: Häuser in Senne unter Wasser - Feuerwehr muss helfen

Gewässer treten über die Ufer, etliche Keller liefen mit Wasser voll

Jürgen Mahncke
Alexandra Buck

Bielefeld. So schlimm wie angenommen hat Sturmtief Burglind in Bielefeld nicht gewütet. Doch die Böen hatten es in sich. Die Feuerwehr hatte ordentlich zu tun. Zwei Bäume waren auf die Osningstraße gestürzt. Die Straße musste vorübergehend gesperrt werden. Der Verkehr staute sich. Gewässer traten über die Ufer. Im Süden und Westen der Stadt musste die Feuerwehr voll gelaufene Keller leeren. Auch waren einige Gewässer über die Ufer getreten und drohten, weitere Häuser zu fluten. Besonders ernst war die Lage am Okapiweg in Senne. Dort stand ein Feld auf einer Fläche von 500 Quadratmetern unter Wasser. Die vier angrenzenden Wohnhäuser drohten, überschwemmt zu werden. Hunderte Sandsäcke angefordert Kräfte der Löschabteilung Senne und der Berufsfeuerwehr versuchten nach Kräften, das Wasser ab zu pumpen. Außerdem sind Hunderte Sandsäcke angefordert worden, um die Rückfronten der Gebäude abzusichern. Seit Mittag hatten die Bewohner selbst versucht, sich der Wassermassen zu entledigen, allerdings ohne Erfolg. Gegen 16 Uhr alarmierten sie die Feuerwehr. Außerdem waren an der Artur-Ladebeck-Straße Baustellen-Baken auf die Fahrbahn geweht worden. Ebenso hatten die Baustellen-Gitter an der alten Handwerkskammer in Bielefeld den Böen von "Burglind" nicht standgehalten. Rund um das Johanneskrankenhaus an der Schildescher Straße lagen Schilder auf der Straße. Feuerwehr warnte Die Feuerwehr in Bielefeld warnte vorsorglich vor weiteren umstürzenden Bäumen. Feuerwehr-Chef Rainer Kleibrink sagte bei Radio Bielefeld, dass die Bäume durch den aufgeweichten Boden teilweise nicht mehr standsicher sind und die Bielefelder achtsam sein und Waldgebiete möglichst meiden sollten. Die stärksten Böen hat das Tief auf den Bergen im Süden des Landes gebracht: Auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald ist eine Orkanböe von 159 km/h gemessen worden.

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