Für einen Löschangriff von oben hatte die Feuerwehr bereits ihre Drehleiter positioniert. - © Oliver Krato
Für einen Löschangriff von oben hatte die Feuerwehr bereits ihre Drehleiter positioniert. | © Oliver Krato

Bielefeld Defekte Heizung löst Großeinsatz in Bielefeld aus

Anwohner hatten Feuer im Dachgeschoss eines Industriegebäudes gemeldet

Jürgen Mahncke

Bielefeld. Zu einem vermeintlichen Großeinsatz rückte am Dienstagabend die Feuerwehr aus. Anwohner hatten dunklen Rauch aus dem Flachdach eines größeren Industriegebäudes an der Blomestraße aufsteigen sehen und den Notruf getätigt. „Bei einer derartigen Brandmeldung schicken wir immer sofort eine starke Besatzung los. Ein Feuer in einem Gebäude dieser Art kann sich schnell zu einem spektakulären Großbrand entwickeln", sagte Einsatzleiter Michael Graf. Vor Ort hatten die Einsatzkräfte Probleme, das Gebäude zu betreten. Hier lagern unter anderem Papier, Holzpaletten und Büromaterial. Der Eigentümer konnte nicht erreicht werden. Über einen Hintereingang verschafften sich Feuerwehrleute unter Atemschutz Zutritt zum Dach. Gleichzeitig wurde eine Drehleiter ausgefahren, um eventuelle Löscharbeiten von oben zu unterstützen. Nach Erkundung des Obergeschosses war der Grund für die starke Rauchentwicklung schnell gefunden. Eine Ölheizung funktionierte vermutlich nicht einwandfrei und stieß durch einen Schornstein immer wieder schwarze Wolken von schlecht verbranntem Öl in die Luft. Nach Kontrolle wurde auch sichergestellt, dass es sich nicht um einen Schornsteinbrand handelt. Heizung wurde erst inspiziert Über einen Notschalter wurde die gesamte Heizungsanlage stillgelegt. Herbeigeeilte Nachbarn versicherten, dass die Heizung durch einen Installateur erst vor ein paar Wochen gewartet worden sei. Sie soll nun noch einmal inspiziert werden. Nach etwa einer Stunde konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Die Blomestraße war für die Einsatzzeit komplett gesperrt. Es entstand kein Sachschaden.

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