Zwei Häuser gehen in Flammen auf: Ein holländisches Düsenflugzeug stürzt 1953 am Ehlentruper Weg weg. Der Pilot starb. - © Stadtarchiv Bielefeld
Zwei Häuser gehen in Flammen auf: Ein holländisches Düsenflugzeug stürzt 1953 am Ehlentruper Weg weg. Der Pilot starb. | © Stadtarchiv Bielefeld

Bielefeld Großes Unglück: Als in Bielefeld ein Flugzeug in zwei Häuser stürzte

Erinnerungen: Der Pilot der Familie starb bei dem Unglück im Jahr 1953, 1918 grassierte eine Grippeepidemie in der Stadt, die Schulen wurden geschlossen

Ariane Mönikes

Bielefeld. Das Neue Jahr ist gerade angebrochen – mit vielen Jubiläen und Ereignissen, die für die Bielefelder von besonderer Bedeutung sind. An einige werden sie sich gerne erinnern, andere sind allerdings sehr schmerzhaft. Die Neue Westfälische hat die Geschichte der Stadt unter die Lupe genommen und nach entsprechenden Fotos gesucht. VOR 25 JAHREN Der Berliner Platz wird am 21. Januar 1993 in Willy-Brandt-Platz umbenannt. Am 25. März 1993 übernimmt ein privater Trägerverein die ehemalige Wäschefabrik Winkel, die als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Den 26. Oktober 1993 werden die Braker wohl nie vergessen: Eine 240 Tonnen schwere Brückenkonstruktion stürzt auf ein Auto. Die 38-jährige Fahrerin kam dabei ums Leben. Sie starb noch während der Bergungsarbeiten. Wegen Einsturzgefahr wird am 16. November 1993 die katholische Jodokuskirche gesperrt. Die Altstädter Nicolaigemeinde stellt ihre Kirche für Gottesdienste zur Verfügung. VOR 50 JAHREN Die Stadt erwirbt am 26. Mai 1968 das 61.000 Quadratmeter große Gelände der Ravensberger Spinnerei. Auf dem Gelände soll ein Straßenkreuz entstehen. Dagegen gibt’s Protest. Am 21. Juni 1968 wird in Anwesenheit von NRW-Ministerpräsident Heinz Kühn inmitten der Natur um den Voltmannshof der Grundstein für die Universität Bielefeld gelegt. Bereits am 3. Januar hatte die Staatliche Bauleitung die Arbeit aufgenommen. Damals war es neben dem Olympiastadion in München die größte Baustelle der Bundesrepublik. Die Kunsthalle zählt zu den herausragenden architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt: Am 27. September 1968 wird der Philip-Johnson-Bau eröffnet. Bereits 1959 hatte Oberbürgermeister Artur Ladebeck dem Rat mitgeteilt, dass Unternehmer Rudolf August Oetker der Stadt ein Museum schenken werde. 1998 spricht sich der Rat nach einer kontroversen Diskussion über die Namensgebung für die ersatzlose Streichung „Richard-Kaselowsky-Haus" aus. VOR 75 JAHREN Am 2. März 1943 geht ein Transport mit 84 Bielefelder Juden nach Auschwitz ab. Im Mai und Juni werden 37 Juden nach Theresienstadt deportiert. Am 23. Oktober 1943 wird ein britischer Bomber über Bielefeld abgeschossen. Die Bielefelder pilgern zur Abschussstelle am Frehen, um die Trümmer zu sehen. Eine junge Bielefelderin wird am 6. November 1943 mit einem Feldwebel vermählt, der in Kriegsgefangenschaft in Kanada ist. VOR 100 JAHREN Im Alter von 76 Jahren verstarb am 25. Juni 1918 Nikolaus Dürkopp. Der gelernte Schlosser mit feinmechanischen Kenntnissen machte sich 1867 mit einer Werkstatt am Alten Markt selbstständig. Er legte den Grundstein für eine der größten Fabriken Bielefelds, die neben Nähmaschinen auch Fahrräder, Zentrifugen und Automobile herstellte. Im Oktober grassiert in der Stadt eine Grippeepidemie . Schulen müssen geschlossen werden. Quellen: Arne Thomsen: Bielefeld so wie es war; Bärbel Sunderbrink und Bernd Wagner: Das war das 20. Jahrhundert in Bielefeld.

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