Probieren aus: Lehrer Raphael Klose und seine Schüler Beritan Ay, Juline Timpe und Nasim Scherifa (v.l.) testen das erste Mal die neue Discgolf-Anlage am Obersee in Schildesche. Der Wurf mit den unterschiedlichen Scheiben will geübt sein. - © Jan Moshage
Probieren aus: Lehrer Raphael Klose und seine Schüler Beritan Ay, Juline Timpe und Nasim Scherifa (v.l.) testen das erste Mal die neue Discgolf-Anlage am Obersee in Schildesche. Der Wurf mit den unterschiedlichen Scheiben will geübt sein. | © Jan Moshage

Bielefeld So lief der erste Discgolf-Test

Obersee: Öffentlich zugängliche Anlage offiziell eröffnet. Betreiber ist der TuS Ost. Schüler der Gesamtschule verabreden sich gleich zu einem Match

Jan Moshage

Bielefeld. Spaziergänger am Obersee haben sich vielleicht schon gefragt, wozu die großen Metallkörbe am Seekrug gut sind. Sie dienen als Ziele beim Discgolf, einer Mischung aus Frisbee und Golf. Bei dieser relativ jungen Sportart versuchen die Spieler mit möglichst wenigen Würfen eine Frisbee vom Abwurfpunkt in den dafür vorgesehenen Korb zu befördern. Nun wurde die Anlage offiziell eröffnet und ist für jeden frei zugänglich. Kurz vor der Eröffnung durften bereits die 5a und die Jahrgangsstufe 11 der Martin-Niemöller-Gesamtschule die Anlage testen. Mitglieder der Discgolf-Abteilung des Turn- und Sportvereins (TuS) Ost zeigten den Schülern und Sportlehrern, wie es geht. Zunächst ging es um den richtigen Griff und das sogenannte "Putting" (in den Korb werfen). "Es nutzt nichts, wenn ich weit pfeffern kann und dann zweimal am Korb vorbei werfe", sagt Discgolfer Roland Lang. Dann wurde es schwieriger. Die Entfernung zu den Körben wurde vergrößert und die Schüler lernten auch, wie man in einem Bogen um Hindernisse herum wirft. Trotz Regens kam das Discgolf gut an, manche Schüler verabredeten sich bereits zu den freien Trainingseinheiten, die der TuS Ost donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr anbietet. Jan Müller, Abteilungsleiter Frisbee, appellierte an gegenseitige Rücksichtnahme. Schließlich seien die Scheiben harte, schnell fliegende Objekte. Bei der Eröffnung waren unter anderem Werner Szybalski, Präsident des Frisbeesport Landesverbands NRW, Karl-Wilhelm Schulze, Geschäftsführer Stadtsportbund, Rolf Engels, Vorstand TuS Ost, Andreas Hansen, Bezirksamtsleiter Jöllenbeck und Sportdezernent Udo Witthaus, der den ersten Wurf machte, mit dabei. Der Landesverband hatte die Anlage, die von der Stadt finanziert wurde, errichtet. Engels lobte besonders die Mitglieder der Frisbee-Abteilung, die sich während der Vorbereitung "ein Bein ausgerissen" haben. Anschließend probierten die Anwesenden unter Anleitung von Profis die Anlage aus. Mit dabei waren zum Beispiel Timo Hartmann, Kevin Konsorr und Wolfgang Kraus, deutsche Meister in U 16, offen und Ü 50, die außerdem am Folgetag am ersten Turnier der Anlage teilnahmen, das Konsorr für sich entschied.

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