Spricht am 5. Mai: Gesine Schwan. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Spricht am 5. Mai: Gesine Schwan. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Bielefeld Prominente Wissenschaftler in der Uni Bielefeld

Forum Offene Wissenschaft: Zum neuen Thema "Europa im Umbruch" kommen unter anderem Gesine Schwan und Hans-Jürgen Papier zu Vorträgen nach Bielefeld

Ansgar Mönter

Bielefeld. "Europa im Umbruch" lautet das Thema des Forums Offene Wissenschaft in der Universität. Beginn der Vorlesungsreihe mit zwölf Terminen ist Montag, 24. April. Unter den vortragenden Wissenschaftlern sind prominente Referenten wie Gesine Schwan, Hans-Jürgen Papier und Werner Weidenfeld. Es ist die 43. Auflage der Reihe, die jeweils montags von 18.15 bis 19.45 Uhr in Hörsaal 4 einlädt, organisiert vor allem von emeritierten Professoren der Uni. Bis zu 400 Zuhörer und sogar mehr kommen in der Regel, davon mehr als 200 Stammbesucher, wie Ludwig Huber, einer der Organisatoren, sagt. Auch dieses Mal dürfte es wieder großen Zuspruch geben, weil das Thema sehr aktuell ist. Bei der Auswahl der Vortragenden "haben wir drei Ansätze berücksichtigt", erklärt Karl Otto vom Team des Forums: "Es geht um die tiefer liegenden Bruchlinien der Krise, was uns in Europa eigentlich zusammenhält und welche Zukunftsperspektiven es für die EU gibt." Zum Auftakt am kommenden Montag spricht Werner Adelshauser über "EU am Abgrund? Analyse und Wege aus der Not". Der Historiker ist Professor der Uni Bielefeld. Gesine Schwan, einst Kandidatin für das Bundespräsidentenamt und Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, folgt am 8. Mai mit "Europa im Umbruch - Was hält uns (noch) zusammen?" Gegensätzliche Thesen werden laut Veranstalter Hans-Jürgen Papier und Ulrike Guerot eher am Ende der Reihe vertreten, wenn es um die Zukunft der EU geht. Während Rechtswissenschaftler Papier von der Uni München zurückhaltend argumentiert in Bezug auf eine weitere Vertiefung der Gemeinschaft, hat die Professorin der Donau-Uni Krems eine Utopie für die EU mit mehr Nähe entwickelt. "Die Krise der EU ist existenziell und über ihre Zukunft muss nachgedacht werden, dazu wollen wir anregen", sagt Otto. Es sei Konsens, dass das aktuelle Modell nicht mehr passe und es so nicht weitergehen könne, "aber wo Gefahr droht, wächst das Rettende auch", sagt Helga Jung-Paarmann optimistisch. Das Programm, finanziell unterstützt von der Universitätsgesellschaft, ist zu finden unter www.uni-bielefeld.de/forum

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