Bielefeld Zum Auftakt ging's mit dem Radl über den Ostwestfalendamm

Stadtradeln: Zum Auftakt ging’s mit Polizeibegleitung über Bielefelds Stadtautobahn. So eine Schnellstraße hätten die Bielefelder Fahrradfahrer auch gern

Alexandra Buck

Bielefeld. Ach, wenn’s nur immer so wär’: Zum Stadtradel-Auftakt unter dem Motto „Mehr Platz fürs Rad, bitte“ ging es am Sonntag ein kurzes Stück über den Ostwestfalendamm. Die Botschaft der Veranstalter an die Stadtverwaltung: Bitte baut so tolle Schnellstraßen nicht nur für die Autofahrer, auch die Radler könnten ein paar Radschnellwege gut gebrauchen. Gefordert wird der Anschluss Bielefelds an den Radschnellweg Ostwestfalen-Lippe, der bislang abrupt in Brake endet. Auch beim Thema Sicherheit sehen sowohl der Verkehrsclub Deutschland in Bielefeld (VCD) als auch die Initiative „faradies-Bielefeld“ Nachholbedarf und weisen seit Jahren auf besonders für Radfahrer gefährliche Straßen und Orte in Bielefeld hin. Besonders im Fokus sind dabei unter anderem die Stapenhorststraße, die Detmolder Straße, die Herforder Straße und der Jahnplatz („Vollkommen unmögliche Verkehrsführung“). „Wir fordern ein größeres Budget für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur“, sagt Martin Schmelz vom VCD. Wegen des klammen Stadtsäckels könnte er sich vorstellen, dass man sich möglicherweise aus Mitteln für den Straßenbau bedienen könnte. Besonders sorgen sich die beteiligten um die Sicherheit der radelnden Kinder im Bielefelder Straßenverkehr. „Wir brauchen nicht nur einen Schulwegeplan, sondern einen Radschulwegeplan.“ Rund 150 Radler hatten sich am Sonntag am Stadtradel-Startpunkt am Kesselbrink versammelt, dann ging es rund 14 Kilometer entlang der Bielefelder Innenstadtstraßen und -Plätze zum Nordpark. Dort stärkten sich die Teilnehmer beim Radlerpicknick des Umweltamts. Der kurze Abstecher über den Ossi war dank einer Kooperation mit der Bielefelder Polizei möglich, die den Radler-Tross begleitete. Noch bis zum 1. Juli können in Bielefeld wieder Kilometer erradelt werden. Koordinator des Stadtradelns ist das Umweltamt. 2015 kam Bielefeld auf Platz eins in NRW und Platz 9 im Bund. 3.743 Bielefelder und Bielefelderinnen fuhren innerhalb von drei Wochen insgesamt 585.917 Kilometer auf dem Rad. Wer sich jetzt noch anmelden möchte, kann das auf der Homepage der Stadtradler www.stadtradeln-bielefeld.de tun.

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