Theesen Unfallopfer außer Lebensgefahr

Amt will neu über Gefahren-Kreuzung nachdenken

Theesen (jr). Nach dem schweren Verkehrsunfall am Sonntag auf der Kreuzung Theesener Straße / Horstheider Weg, hat Polizeisprecherin Sonja Rehmert gestern bestätigt, dass die beiden lebensgefährlich verletzten Audi-Insassen (14, 20) im Krankenhaus stabilisiert werden konnten. Sie schweben nicht mehr in Lebensgefahr.

Leser meldeten sich nach dem Unfall: "Früher oder später musste es dort zu so einem Unfall kommen." Die jüngste Fahrbahnversetzung durch Änderung der Markierungen habe die Kreuzung noch gefährlicher gemacht. Viermal war diese Kreuzung in der Vergangenheit bereits Thema in der Unfallkommission der Stadt. Nach 1998 und 2003 haben die Verkehrssicherheits-Experten 2008 und 2010 erneut über die Entschärfung der Kreuzung nachdenken müssen. Allein 2008 hatte es elfmal an dieser Kreuzung gekracht. Wie beim aktuellen Fall hatten die Autofahrer auch 2008 jeweils die Vorfahrt missachtet.

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Als sich 2009 und 2010 jeweils fünf weitere Unfälle ereigneten, entschied sich die Straßenverkehrsbehörde im Sommer 2010 zu einer neuen Markierung, die es laut Leiterin Ingeborg Grau unmöglich machen sollte, gerade und in einem Rutsch die Theesener Straße zu überqueren. Autofahrer mussten seitdem erst auf die Theesener Straße abbiegen, bevor sie wieder auf dem Horstheider Weg weiterfahren konnten.

Die nackten Zahlen gaben der Behörde zunächst Recht: 2011 ereignete sich an dieser Stelle nur noch ein Unfall. Im laufenden Jahr sind es mit dem schweren Zusammenstoß von Sonntag allerdings bereits wieder Vier. Die Polizei-Abteilung Unfallprävention wird den Problemfall nun zum fünften Mal in der Unfallkommission zum Thema machen. Laut einem Polizeiexperten könne man den Gefahrenpunkt nur mit einem Kreisel in den Griff bekommen. Schon 2003 sei so ein Kreisel geplant worden. Gasleitungen unter der Kreuzung, die die Stadt wegen alter Verträge sehr teuer hätte sanieren müssen, und Probleme beim Grunderwerb hätten die Umsetzung aber verhindert. Grau betonte, dass auch der ungleiche Verkehrsfluss der Straßen gegen die Kreisel-Lösung gesprochen habe. Anfang 2013 werde nun erneut beraten.

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