Im Alten Heimathaus in Jöllenbeck hat eine Küche gebrannt.  - © Christian Mathiesen
Im Alten Heimathaus in Jöllenbeck hat eine Küche gebrannt.  | © Christian Mathiesen

Jöllenbeck Feuer im Heimathaus Jöllenbeck

Das Kaffeetrinken in der Heimatstube im Obergeschoss wird zunächst ausfallen müssen. Ob gebuchte Veranstaltungen für die Deele stattfinden können, ist noch nicht klar.

Jürgen Mahncke

Jöllenbeck. Am Samstagabend hat es im Heimathaus Jöllenbeck in der Amtsstraße 20 gebrannt. In einem der ältesten Gebäude der Stadt, 1801 errichtet, war eine Küchenzeile im ersten Obergeschoss in Brand geraten. Um genau 20.22 Uhr ging der Notruf bei der Berufsfeuerwehr ein. Einsatzkräfte der Wache Nord und West sowie der Löschabteilung Jöllenbeck waren schnell vor Ort. Über eine angelegte Drehleiter sahen Feuerwehrleute durch das Fenster im ersten Obergeschoss, dass die Etage komplett verqualmt war. Brand in der Küche Eine größere Küchenzeile brannte lichterloh. Die Löscharbeiten waren schnell erfolgreich. Unter schwerem Atemschutz erkundeten Einsatzkräfte das gesamte Gebäude. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in dem alten Fachwerkhaus. Die Teilnehmer einer Familienfeier hatten das Haus bereits unverletzt verlassen können und sich geschlossen auf dem angrenzenden Parkplatz versammelt. Ein Augenzeuge berichtet Darunter war auch ein Jöllenbecker, der den Brand entdeckt und die Feuerwehr alarmiert hatte. „Wir saßen unten beim Essen und plötzlich war ein seltsamer Geruch nach verbranntem Plastik im Raum. Ich habe noch versucht, mit einem Feuerlöscher die Flammen zu ersticken. Doch alles war dunkelblau vor Rauch. Ich konnte nicht mehr atmen und habe alle Gäste aufgefordert, sofort das Gebäude zu verlassen." Gegen 23 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Zurück blieb noch eine Feuerwache. Es war nicht auszuschließen, dass es noch Brandherde in den alten Zwischendecken gab. Den Schaden beziffert die Feuerwehr auf 20.000 bis 30.000 Euro. Feuerwehr löschte mit Umsicht Für den Heimatverein war es großes Glück, dass der Brand so schnell bemerkt wurde. Dankbar ist man über die umsichtigen Löscharbeiten der Feuerwehr. Nicht ein Tropfen Löschwasser sei durch die Decke nach unten in die Deele gelangt, sagte Ursula Eikmeyer vom Heimatverein. Weil die Entstehung des Feuers unbekannt ist, haben Brandexperten ihre Arbeit aufgenommen. Das Kaffeetrinken in der Heimatstube im Obergeschoss wird zunächst ausfallen müssen. Ob gebuchte Veranstaltungen für die Deele stattfinden können, ist noch nicht klar.

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