Halten das Steuer in der Hand: Mike Bartels und Eric Strathmann. Auf dem Platz am Löschdepot wollen die Mitglieder der Werbegemeinschaft während des Herbstmarktes ein zelt aufstellen. - © Foto: Sylvia Tetmeyer
Halten das Steuer in der Hand: Mike Bartels und Eric Strathmann. Auf dem Platz am Löschdepot wollen die Mitglieder der Werbegemeinschaft während des Herbstmarktes ein zelt aufstellen. | © Foto: Sylvia Tetmeyer

Bielefeld Werbegemeinschaft Jöllenbeck diskutiert neue Ideen

Ein Gewerbezelt für den Herbstmarkt ist im Gespräch. Weil der 4. Advent auf Heiligabend fällt, gibt es im Dezember keinen verkaufsoffenen Sonntag

Sylvia Tetmeyer

Jöllenbeck. Viel Diskussionsstoff bot die Jahresversammlung der Werbegemeinschaft: Zum einen beschäftigen sich die Kaufleute mit Veränderungen für den Jürmker Herbstmarkt, zum anderen bereitet das Datum für den Weihnachtsmarkt Bauchschmerzen. Weil Heiligabend dieses Jahr auf den 4. Advent fällt, muss der Markt nun Freitag und Samstag stattfinden – ohne verkaufsoffenen Sonntag. „Der Sonntag im Dezember war für die Geschäftsleute immer einer der umsatzstärksten. Hier geht nun viel verloren", sagt Mike Bartels. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft ärgert sich, dass es noch keinen neuen Ratsbeschluss gibt. Laut geltendem Ratsbeschluss sei der 2. Advent in Jöllenbeck als verkaufsoffener Sonntag vorgesehen. „Dieses Datum stand bei uns aber nie zur Diskussion. Wenn wir eine Veranstaltung organisieren würden, würden wir mit Nachbargemeinden und mit dem Weihnachtsmarkt in Theesen konkurrieren", erklärt Bartels. Nachgedacht werde stattdessen, ob man den Weihnachtsmarkt auf den 3. Advent verlegen könne. Schwierig sei jedoch, an diesem Wochenende Fahrgeschäfte, Verkaufsbuden, Imbiss-Stände und die nötige Infrastruktur bereitzustellen. „Die Betreiber, die sonst immer am 4. Advent zu uns kommen, sind eine Woche vorher in Werther. Bei einer Verlegung müssten wir mit einer komplett neuen Garde arbeiten", erklärt der Vorsitzende. Es gebe eine offene Diskussion. Die Entscheidung solle in Kürze fallen. Bevor es jedoch soweit ist, stehen zwei weitere Feste im Terminkalender. Los geht es am 11. Juni mit dem Erdbeerfest. Es soll wieder ein Picknick geben. Auch die Erdbeerkönigin wird gekürt. Erstmals wird dann die Bielefelder Band „Kater Kati" auftreten, die auch schon für den Herbstmarkt zugesagt hat. Der Sonntag soll verkaufsoffen sein. Gewerbeschau soll Herbstmarkt beleben Für den Herbstmarkt am 16. und 17. September wollen die Geschäftsleute eine alte Tradition wiederbeleben. Lange Zeit hatte Wilhelm Aufderheide eine Leistungsschau auf dem Festplatz organisiert. Das Gelände steht wegen der Bebauung (die NW berichtete) nicht mehr zur Verfügung. „Wir planen eine neue Gewerbeschau", sagt Bartels. Angedacht sei, ein Gewerbezelt auf dem Parkplatz am Löschdepot aufzubauen. „Sechs Mitglieder, die ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren wollen, haben schon zugesagt. Das Ganze wäre auch finanzierbar", glaubt der Vorsitzende. Etwa 15 Standplätze seien in dem Zelt möglich.Auch Gastronomie- und Gartenbaubetriebe sollen angesprochen werden. Ob die Amtsstraße in Höhe des Marktplatzes gesperrt werden muss, ist noch unklar. Der Treckerclub Werther habe bereits sein Interessen bekundet, an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Werbegemeinschaft hat zurzeit 100 Mitglieder. Mike Bartels freut sich, dass trotz der 825-Jahr-Feier im vergangenen Jahr keine Schulden gemacht worden sind. „Wir haben dafür Sponsorengelder gesammelt."

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