Bald Geschichte: Für das Gebäude, in dem früher ein italienisches Restaurant untergebracht war, besteht seit 2016 eine Abbruchgenehmigung. - © Sylvia Tetmeyer
Bald Geschichte: Für das Gebäude, in dem früher ein italienisches Restaurant untergebracht war, besteht seit 2016 eine Abbruchgenehmigung. | © Sylvia Tetmeyer

Jöllenbeck Statt einer Pizzeria gibt's am "Böckmannsfeld" bald Wohnungen

Schon 2016 sollte gebaut werden. Es gab jedoch Kritik von Anwohnern

Sylvia Tetmeyer

Jöllenbeck. Pizza und Pasta gibt es schon lange nicht mehr. Im Mai 2013 musste Antonio Immorlano sein italienisches Restaurant "O Sole Mio" nach 20 Jahren schließen. Seitdem wird auch über den Abbruch des Gebäudes spekuliert. 2015 hatte die Bezirksvertretung einen Versuch gemacht, das Haus zu retten. Bauamtsleiter Dieter Ellermann erklärte damals, dass das Fachwerk teilweise nur aufgemalt sei. Am heutigen Donnerstag stimmen die Politiker über den Bebauungsplan "Stegeisen" ab. Dieser beinhaltet den Abriss des Gebäudes. Eine Genehmigung dafür liegt seit Herbst 2016 vor. Den Neubau genehmigte das Bauamt seinerzeit jedoch nicht, weil er nicht den Festlegungen des Bebauungsplans "Böckmannsfeld" entsprach. Die Planungen gerieten nicht zuletzt auch deshalb ins Stocken, weil Anwohner gegen die Bebauung klagen wollten. Gespräche mit dem Grundstücksbesitzer und dem beauftragten Planungsbüro liefen ins Leere. Die Anwohner fühlten sich auch deshalb getäuscht, weil der Vorbesitzer des Grundstückes an der Beckendorfstraße damit gedroht haben soll, einen Discounter anzusiedeln. Deshalb haben sie ihre Zustimmung zu den Wohnhäusern gegeben. Einer der Knackpunkte war die Erschließung über die Straßen Stegeisen und Freudenburg. Diese seien nicht für ein hohes Verkehrsaufkommen geeignet, kritisierten die Anwohner, die auch Unterschriften gegen das Projekt gesammelt hatten. Im nun vorgelegten Bebauungsplan ist festgelegt, dass die Erschließung zusätzlich über die Spenger- und Beckendorfstraße erfolgen soll. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen sowie ein Gebäude, in dem betreutes Wohnen angeboten wird. Insgesamt könnten rund 25 neue Wohnungen sowie eine Wohngruppe mit 16 Plätzen entstehen. Insgesamt geht es um zwei Grundstücke, die eine Gesamtfläche von 19.952 Quadratmeter haben. Sechs Wohnungen werden voraussichtlich von der Anwendung der 25-Prozent-Regelung für öffentliche geförderten Mietwohnungsbau profitieren. Der Bebauungsplan wird am 6. März auch im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

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