Ein freilaufender Hund hat in Bielefeld zwei Menschen gebissen. - © Symbolfoto: pixabay
Ein freilaufender Hund hat in Bielefeld zwei Menschen gebissen. | © Symbolfoto: pixabay

Bielefeld Freilaufender Hund beißt in Bielefeld zwei Menschen

Polizei ermittelt gegen Halter wegen fahrlässiger Körperverletzung

Dennis Rother

Bielefeld. Weil sein freilaufender Hund am Donnerstagabend im Jöllenbecker Ortskern zwei Menschen gebissen hat, wird jetzt gegen den 56-jährigen Halter wegen mehrerer mutmaßlicher Verstöße ermittelt. Wie Polizeisprecher Michael Kötter bestätigte, biss der Hund eine Frau in den Oberschenkel. Sie kam ins Krankenhaus. Das zweite Biss-Opfer, ein Mann, sei ohne Verletzungen davongekommen. Laut Ermittler-Erkenntnissen war das Tier vom 56-Jährigen auf einem Feld nahe der Realschule Jöllenbeck laufen gelassen worden. Ein zweiter freilaufender Hund einer Hundehalterin war ebenfalls involviert, biss aber nicht zu. Beobachter berichteten, dass beide Hunde aggressiv gewesen seien, sobald sich Menschen näherten, so Kötter. An der Dorfstraße fingen die Halter ihre Tiere schließlich wieder ein. Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung Gegen den 56-Jährigen ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung. Ordnungsamt sowie Veterinärexperten im Gesundheitsamt überprüfen neben Bußgeldern auch, ob ein Amtstierarzt eingeschaltet wird. Der würde den Hund aufs sogenannte Aggressionspotential untersuchen. Bei einem positiven Bescheid hieße das dauerhafte Leinen- und Maulkorbpflicht. Bis derartige Fälle geklärt seien, werden die Zwangsmaßnahmen in den meisten Fällen auch vorübergehend angeordnet, berichtet Ordnungsamtssprecher Jürgen Kley, der auch die Untere Jagdbehörde leitet. „Das kann zwischen drei und sechs Monaten dauern."

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