Renovierung: Zurzeit wird ein Gerüst aufgebaut, um die Fassade streichen zu können. - © Sylvia Tetmeyer
Renovierung: Zurzeit wird ein Gerüst aufgebaut, um die Fassade streichen zu können. | © Sylvia Tetmeyer

Jöllenbeck Alles neu: Gaststätte "Maskottchen" wird kroatisch

Kroatische Küche: Anfang dieses Jahres haben Mileva und Sohn Matijas Tesija das Grundstück mit dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus an der Dorfstraße gekauft. Vor der Eröffnung wird nun renoviert

Sylvia Tetmeyer

Jöllenbeck. In der vergangenen Woche wurde an der Dorfstraße schon mächtig Staub aufgewirbelt. Die neuen Besitzer der ehemaligen Gaststätte Maskottchen haben den Anbau abbrechen lassen. Er stand nicht unter Denkmalschutz. Jetzt sind Mileva und Matijas Tesija damit beschäftigt, die Inneneinrichtung zu gestalten - und dem Äußeren des Fachwerkhauses einen neuen Anstrich zu geben. "Das ist alles mit der Denkmalbehörde abgestimmt. Wir dürfen nur Mineralputz und spezielle Farbe verwenden", erläutert der 29-Jährige. Da die Arbeiten wetterabhängig sind, könne noch kein Eröffnungstermin genannt werden. "Wir würden gerne noch dieses Jahr eröffnen, wissen aber nicht, ob es klappt", sagt Mileva Tesija. Die gebürtige Kroatin und ihr Sohn haben sich Anfang dieses Jahres in das Haus verliebt. "Es passt zu unserem Konzept. Ich bin 1972 mit meinen Eltern nach Jöllenbeck gekommen", erzählt die Gastronomin. Der Name "Konoba" bezeichnet an der Adriaküste - vorwiegend in Dalmatien - kleine Restaurants, in denen landestypische Gerichte angeboten werden. Der Rebensaft kommt von eigenen Weinbergen "Es wird auch als Bezeichnung für Weinkeller verwendet", erklärt Tesija. Die Familie baue in Kroatien selber Wein an. "Wir werden zu den Speisen unsere eigenen Hausweine anbieten", verkündet der Gastronom, der in der Eifel bereits ein Restaurant in einem Wellness-Hotel geführt hat. Der Rebensaft sei ein reines Bioprodukt. Neben der dalmatinischen Küche wollen die Besitzer auch regionale Speisen anbieten. "Wir legen Wert auf die Zusammenarbeit mit ansässigen Fleischern und Gemüseanbietern", betont Mileva Tesija. Die Sitzmöbel im Gastraum sowie die Theke aus Eichenholz werden zurzeit von einer Steinhagener Tischlerei angefertigt. Um ein einheitliches Bild zu erhalten, soll der Boden ebenfalls erneuert werden. "Wir lassen überall Parkett verlegen", sagt der 29-Jährige. Ansprechen wollen die Bielefelder mit ihrem Konzept alle Altersklassen. Auch Vereine und Gesellschaften sollen künftig in den Gasträumen Platz finden. Im kommenden Frühjahr wollen die Betreiber, die mit ausgebildeten Köchen zusammenarbeiten, auf dem rund 2.000 Quadratmeter großen Grundstück einen Biergarten einrichten, "mit Blick auf den Marktplatz". Zwar sind die Details noch nicht geplant, auf jeden Fall solle es aber einen Grill geben. "Wir werden darauf kroatische Spezialitäten zubereiten", berichtet die Wirtin. Eine Zubereitungsart nenne sich "unter der Glocke". Ähnlich wie in einem Römertopf werde dabei Fleisch, Fisch und Gemüse mehrere Stunden im Freien gegart. "Das gibt es in meiner Heimat in guten Familienlokalen." Damit auch gehbehinderte Menschen und Mütter oder Väter mit einem Kinderwagen barrierefrei in das Restaurant kommen können, schaffen die Besitzer im hinteren Bereich des Hauses, wo sich der Parkplatz und der Biergarten befinden, einen zweiten Eingangsbereich. Ebenfalls erneuert werden die sanitären Anlagen. Die Vorgeschichte - weitere Links zum "Maskottchen": Das "Maskottchen" hat neue Besitzer "Maskottchen" wird verkauft

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