Katharina Tenbrink hat in Bielefeld einen mächtigen Steinpilz gefunden - und direkt in die Pfanne gehauen. - © Privat
Katharina Tenbrink hat in Bielefeld einen mächtigen Steinpilz gefunden - und direkt in die Pfanne gehauen. | © Privat

Bielefeld Bielefelderin findet Riesen-Steinpilz

Und der ist natürlich sofort in die Pfanne gewandert

Alexandra Buck

Bielefeld. Während der ohnehin nicht gerade sonnenverwöhnte Bielefelder die feuchte Wetterlage knatschig zur Kenntnis nimmt, fühlen sich die Pilze jetzt erst richtig wohl. Die Bielefelderin Katharina Tenbrink hat ein besonders eindrucksvolles Exemplar gefunden. In Jöllenbeck lief sie dem Riesen-Pilz über den Weg - und sackte das prachtvolle Gebilde natürlich sofort ein. "Wir haben ihn nicht einmal gewogen, sondern sofort in die Pfanne geworfen", sagt sie. Bevor jetzt halb Bielefeld in die Wälder läuft und sein Pilz-Glück versucht: Pilze sammeln ist nichts für Anfänger. Es gibt giftige Arten, die sich kaum von ihren essbaren Verwandten unterscheiden. Zu den fiesesten Vertretern dieser Giftpilze gehören etwa der grüne und weiße Knollenblätterpilz. Vorsicht Besonders der weiße Knollenblätterpilz wird immer wieder mit dem ähnlich aussehenden und sehr schmackhaften Wiesenchampignon verwechselt. Mit tödlichen Folgen: Der Pilz so genannte Amatoxine, die zum Amatoxin-Syndrom führen. Diese Form der Pilzvergiftung verläuft oft tödlich, besonders wegen einer tückischen Phase nach dem Auftreten der ersten Symptome, in der sich der Zustand des Patienten scheinbar bessert. Das Gift schädigt Leber und Nieren - bei später Diagnose irreparabel. Dummerweise hat auch der Steinpilz einen ungenießbaren Zwilling: Schon ein kleines Stück des "Gallenröhrlings" kann eine ganze Pilzmahlzeit verderben. Er ist nicht giftig, aber durch seine Bitterkeit einfach ungenießbar. Der Gallenröhrling wächst vor allem in Nadel- und Mischwäldern.Er gehört ebenfalls zu den Röhrenpilzen und ist braun gefärbt. Vor allem bei den jungen Pilzen besteht Verwechslungsgefahr mit dem Steinpilz: Je älter der Pilz, desto mehr wölbt sich der Hut nach oben und auch die erst weißen Poren an der Unterseite färben sich hell lachsrosa.Unterscheidung: Mit der Zunge am Pilzhut testen, ob der Geschmack bitter ist. Wenn ja, nicht essen.Der Gallenröhrling klingt gefährlicher - er ist nicht giftig, kann aber Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Feines Steinpilz-Rezept Für vier Personen: 500g Steinpilze 6 Knoblauchzehen 1/2 Bund Thymian 6 EL Olivenöl Salz und Pfeffer 500g Spaghetti Zubereitung:25 Minuten(ganz einfach) 1. Pilze putzen, säubern, waschen, trocken tupfen und klein schneiden. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln, Blättchen von den Stielen streifen. 2. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Knoblauch darin kurz unter Wenden rösten. Öl, bis auf ca. 1 EL, herausnehmen, beiseitestellen. Pilze in der Pfanne ca. 5 Minuten unter Wenden braten, mit Salz und Pfeffer würzen. 3. Inzwischen Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung zubereiten. Spaghetti kurz abtropfen lassen. Beiseitegestelltes Öl, Thymian und Spaghetti in die Pfanne geben und unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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