Bald geht es los: Bevor neue Wohnungen entstehen, müssen die alten Produktionshallen mit dem auffälligen Turm abgebrochen werden. - © Sylvia Tetmeyer
Bald geht es los: Bevor neue Wohnungen entstehen, müssen die alten Produktionshallen mit dem auffälligen Turm abgebrochen werden. | © Sylvia Tetmeyer

Jöllenbeck Alte Nolte-Gebäude werden abgerissen

Ex-Parkettfirma: Am Nagelsholz entstehen 22 Einfamilien- und Doppelhäuser. In knapp zwei Wochen rücken die Abbruchbagger an. Dann wird auch mit dem Lärmschutzwall an der Bargholzstraße begonnen

Jöllenbeck. Seit einiger Zeit schützt ein Zaun das 1,8 Hektar große Areal am Nagelsholz. Hier hat die Firma Nolte Parkett bis 2011 produziert. „In etwa zwei Wochen geht es mit dem Rückbau los", erklärt Diplom-Ingenieur Dirk Tacke auf Nachfrage der NW. Zeitgleich mit dem Abbruch der Gebäude beginnen die Arbeiten für einen Lärmschutzwall. Im Juni 2015 hatten die Bezirkspolitiker einstimmig für den Bebauungsplan „Wohnen am Nagelsholz" votiert. Das Büro Hempel und Tacke zeichnet für die Planung verantwortlich. Auf 22 Grundstücken entstehen ein- bis zweigeschossige Einfamilien- und Doppelhäuser. Die Grundstücke sind rund 600 Quadratmeter groß. Im Oktober 2016 stellte die CDU-Fraktion die Anfrage, warum noch keine Bebauung erfolgt ist. Das Bauamt teilte mit, dass der Eigentümer die Flächen zunächst an einen lokalen Erschließungsträger veräußern wollte. Davon sei er jedoch abgerückt. Nun möchte er als Bauträger Wohnhäuser in Holzsystembauweise errichten. Es gibt ein Konzept für unterschiedliche Haustypen. Der Weg, der zur Bollhof-Siedlung führt, ist ausschließlich für Radler und Fußgänger freigegeben. „Wir haben vor einer Woche damit begonnen, die alten Firmengebäude zu entkernen", berichtet Tacke. Nun beginne die Erschließung für den Kanal und Straßenbau. Der Lärmschutzwall zur Bargholzstraße hin sei einen Meter breit und fünf Meter hoch. Anwohner und Politiker hatten in der Vergangenheit vorgeschlagen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit an der stark befahrenen Straße zu reduzieren. Der Baulastträger Straßen.NRW und die Stadt haben jedoch entschieden, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung nicht in Frage kommt. „Die Wand wird eine Lärmschutzgabione mit einem massiven Kern erhalten, um den Schall brechen zu können", erläutert der Diplom-Ingenieur. Ob es in diesem Jahr mit den Neubauten losgeht, kann Tacke noch nicht sagen. „Das können wir erst beurteilen, wenn wir das Gelände nach dem Abbruch sehen." Hier gehe es auch um das Höhenniveau. Zudem müsse das Material der Gebäude aufwendig recycelt werden. Einiges davon könne als Unterbau für den Wall verwendet werden. Die Arbeiten, die in rund zwei Wochen beginnen, werden laut Planungsbüro 14 Wochen dauern. Anschließend beginnt die Ausschreibung für die nächste Bauphase.

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