Sammeln den Müll auf: Marina Nanor (v.l.), Siegfried Mönkemöller, Rudolf Klausgraber und Detlef Kersten ärgern sich darüber, dass hier nächtliche Gelage stattfinden bei denen auch alte Grills zurückgelassen werden. - © Sylvia Tetmeyer
Sammeln den Müll auf: Marina Nanor (v.l.), Siegfried Mönkemöller, Rudolf Klausgraber und Detlef Kersten ärgern sich darüber, dass hier nächtliche Gelage stattfinden bei denen auch alte Grills zurückgelassen werden. | © Sylvia Tetmeyer

Brake Müllproblem im Landschaftspark Jerrendorf

Sylvia Tetmeyer

Brake. Siegfried Mönkemöller (78) ist täglich im Landschaftspark Jerrendorf unterwegs, auch Marina Nanor (68), Rudolf Klausgraber (71) und Detlef Kersten (51) drehen regelmäßig ihre Runden in der Nähe des Obersees. „Das mit dem Grillen im Findlingsgarten hat schon im vergangenen Jahr angefangen", berichtet Klausgraber. Besonders nach warmen Wochenenden würde sich der Müll zwischen den großen Steinen türmen. Für spielende Kinder und Tiere sei es dann gefährlich, da sie sich an den Glasscherben schneiden könnten. „Es ist unglaublich, mit welcher Brutalität die neue Anlage zerstört wird", sagt der Vilsendorfer. Zuerst hätten die „Chaoten" die Stützen der jungen Bäume verbrannt, um während der nächtlichen Partys ein Lagerfeuer zu entfachen. Detlef Kersten vermutet, dass auch die Findlinge beschädigt worden sind: „Jemand hat Steine zusammen getragen, um im Boden eine Feuerstelle zu bauen." Die Spaziergänger können auch nicht verstehen, warum immer wieder versucht wird die Tore, die zur Umzäunung des Landschaftsparkes gehören, zu beschädigen. „Das ist reine Zerstörungswut", meint Klausgraber. „Wir sammeln die Flaschen, Becher und Plastikverpackungen hier regelmäßig auf", sagt Marina Nanor. Hilfreich sei jedoch, wenn die Stadt Mülleimer aufstellen würde. Darauf weisen auch Anwohner hin. Arnt Becker vom Umweltamt erklärt, dass sich die Behörde bei der Anlage des Findlingsgartens bewusst gegen Müllbehälter entschieden hat, nach dem Motto: „Was ich hintrage, muss ich auch zurücktragen." Der Umweltamtsmitarbeiter befürchtet zudem, dass diejenigen, die dort verbotenerweise grillen, ihre Hinterlassenschaften auch nicht in die Behälter werfen – und diese eventuell zerstören könnten. Außerdem würden Mülleimer Krähen und Waschbären anziehen. Gemeinsam mit dem Umweltbetrieb und dem Ordnungsamt soll nun nach einer Lösung gesucht werden, „damit das Ganze nicht aus dem Ruder läuft." Der Umweltbetrieb werde einmal wöchentlich vor Ort sein, um den Unrat zu entsorgen. Arnt Becker kann sich vorstellen auch die Bürger, die regelmäßig dort spazieren gehen und Müll mitnehmen, in künftige Aktionen einzubeziehen. „Sie können in Absprache mit dem Umweltbetrieb Müllsäcke erhalten." Eine weitere Möglichkeit sei, dass die Polizei das Gebiet häufiger in ihre Kontrollen einbeziehe. Sollte jemand beim unerlaubten Grillen erwischt werden, sei dies eine Ordnungswidrigkeit. Auch könnten Platzverweise erteilt werden. „Zuerst muss man aber mit den Leuten reden", meint der Abteilungsleiter. Niemand habe etwas dagegen, wenn sich Menschen in dem Areal aufhalten und ein Getränk im Freien zu sich nehmen. Das Leergut müsse jedoch wieder mitgenommen werden.

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