Mehr Sicherheit: Der Fahrrad-Schutzstreifen auf der Dorfstraße soll bis zur Höhe Im Hagen verlängert werden, damit die Radler schon früher rechts an der Autoschlange vorbei fahren können. - © Sylvia Tetmeyer
Mehr Sicherheit: Der Fahrrad-Schutzstreifen auf der Dorfstraße soll bis zur Höhe Im Hagen verlängert werden, damit die Radler schon früher rechts an der Autoschlange vorbei fahren können. | © Sylvia Tetmeyer

Jöllenbeck Sicherheit für Radler soll auf der Dorfstraße erhöht werden

Jöllenbeck. Nach langer Diskussion votierte eine Mehrheit von acht gegen sechs Politiker für zwei gemeinsame Anträge von SPD, Grüne und Linke: So soll der Fahrrad-Schutzstreifen vor der Kreuzung Dorfstraße, Spenger Straße verlängert werden. Außerdem soll auf der Südseite der Dorfstraße ein Schutzstreifen angelegt werden. Auf der Nordseite sind Piktogramme vorgesehen. Ein Vorhaben wurde jedoch aus dem Antrag gestrichen. Ursprünglich sollte der Schutzstreifen auch an der Beckendorfstraße verlängert werden. „Das ist schwierig, weil wir dann die Mittelmarkierung herausfräsen müssten", erklärt Henning Hovermann vom Amt für Verkehr. Der Vorteil in der Dorfstraße sei, dass es dort diese Markierung nicht gebe. Die Bedenken von Hans-Jürgen Kleimann teilt der städtische Mitarbeiter nicht. Der Christdemokrat hegt die Befürchtung, dass der Fahrer eines 40-Tonners, der rechts auf die Spenger Straße abbiegen möchte, den Radfahrer übersehen könnte. Hovermann: „Rechtsabbieger sind immer ein Problem an Knotenpunkten. Ich würde die Kreuzung nicht als Risiko einschätzen." Die Bezirksvertretung tagte allerdings vor dem Unfall, der sich kürzlich auf der Kreuzung ereignete. Dabei stürzte ein Kradfahrer schwer. Eine Frau, die von der Dorfstraße links in die Jöllenbecker Straße einbiegen wollte, hatte ihm die Vorfahrt genommen (die NW berichtete). Im zweiten Antrag geht es um Piktogramme auf der Nordseite der Dorfstraße. Außerdem soll auf der Südseite ein Fahrrad-Schutzstreifen in Form einer gestrichelten Linie aufgetragen werden. „Die Sicherheit der Radfahrer soll hierdurch ebenso wie die allgemeine Aufenthaltsqualität erhöht werden", heißt es in dem Antrag. Auf Höhe der Linksabbiegerspur in der Amtsstraße solle darauf verzichtet werden. Mit dieser Lösung wolle man dem Wunsch der Werbegemeinschaft entsprechen. „Uns geht es auch um die Sicherheit. Wir haben aber Zweifel, ob es so funktioniert", sagt Kleimann. Gregor vom Braucke (FDP): „Ich habe nicht das Gefühl, dass Schutzstreifen sicherer sind." Zudem dürfe der Zugang zu den Geschäften nicht versperrt werden. Henning Hovermann erklärte, dass die Straßenbreite „ohne Probleme" einen Schutzstreifen an einer Seite zulasse. „Es geht ja nicht zuletzt um die Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer", betont Benni Stiesch (Linke). Zudem dürfe ein Schutzstreifen von Autofahrern überfahren werden. Besonders ältere Menschen, die immer häufiger mit Elektrorädern unterwegs seien, bräuchten einen Schutzraum. Ina Grahl (BfB) berichtet, dass sie viele Menschen kenne, die mit dem Rad auf der Kreuzung unterwegs seien. „Ich habe da noch keinen Unfall erlebt. Die fahren alle auf dem Bürgersteig."

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