Kapstadt: Das Foto entstand am Strand von Südafrika. Als Flugbegleiterin ist die 25-Jährige häufig in Afrika und Amerika unterwegs. Dort kann sie dann auch in den Pausen trainieren. - © Astrid Thös
Kapstadt: Das Foto entstand am Strand von Südafrika. Als Flugbegleiterin ist die 25-Jährige häufig in Afrika und Amerika unterwegs. Dort kann sie dann auch in den Pausen trainieren. | © Astrid Thös

Jöllenbeck Diese Triathletin ist in ihrer Altersklasse weltspitze

2016 startete sie erfolgreich beim Ironman auf Mallorca und Hawaii. Jetzt lässt die 25-Jährige in der Praxis des Jöllenbecker Heilpraktikers Ralf Wigand ihre Energiereserven auffüllen

Jöllenbeck. Sie kennt das Gefühl. „Der Körper ist kurz davor, zu explodieren. Alles tut weh", beschreibt Svenja Thoes die letzten Meter vor dem Ziel. Auch wenn sie auf vieles verzichtet und nach einem strengen Ernährungsplan lebt, steht für die 25-Jährige Amateur-Triathletin, die von Sportkennern als „ungeschliffener Diamant" bezeichnet wird, fest, dass sie in den Profibereich wechseln möchte. „Ich will mindestens auf dem Treppchen stehen", betont die Saarländerin. Sie verrät, dass der Entschluss noch jung ist. Lange habe sie mit ihren Eltern sowie Manager Fried Hinkelmann und Trainer Rainer Skutschik über das Thema gesprochen. Alle hätten gesagt, dass sie Talent genug besitze, um es an die Spitze zu schaffen. Der Meinung ist auch der Jöllenbecker Heilpraktiker Ralf Wigand, der die Triathletin unter seine Fittiche genommen hat. „Ich war früher selber Hochleistungssportler und weiß daher, was der Körper benötigt", sagt der 58-Jährige. Ziel seiner Behandlung, die eine Weiterentwicklung der Hochfrequenz-Therapie ist, sei die Verbesserung der Durchblutung, eine Entgiftung des Lymphsystems und die Erhöhung der Ausdauer. Um die körperliche Energie zu steigern, hat Wigand ein Nahrungsergänzungsmittel entwickelt. Wichtig ist dem Heilpraktiker, dass es sich um ein legales Präparat handelt. „Das hat nichts mit Doping zu tun. So etwas lehne ich ab." Viel Zeit hat Svenja Thoes nicht für ihre Stippvisite in Jöllenbeck. Ab Donnerstag ist sie wieder als Flugbegleiterin rund um den Globus unterwegs. Außerdem absolviert sie ein Fernstudium. „Ich habe Sport und Englisch auf Lehramt studiert, stellte aber fest, dass ich nicht als Lehrerin arbeiten möchte", berichtet sie. Ihre Praktika seien „furchtbar" gewesen: „Die Schüler waren so unmotiviert." Sie selber sei bis Ende 2011 auch nicht sportlich aktiv gewesen. „Ich war eher eine faule Socke", räumt die zierliche Frau ein. Losgegangen sei es dann mit ihrer Dalmatinerhündin Alissa. „Die war sehr lauffroh." Mit täglich fünf Kilometern habe alles angefangen, dann lief Thoes jeden Tag 20 Kilometer. Im April 2012 erhielt sie ihr erstes Rennrad. Im Mai startete sie bereits beim Ironman auf Mallorca und wurde zweite in der Klasse der 18 bis 24-Jährigen. Da die gebürtige Neunkirchenerin Spaß an der Sache bekam, ging es mit dem Training weiter. Am wohlsten fühlt sie sich in der Mittel- und Langdistanz. Bei der Mitteldistanz stehen 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen auf dem Programm.

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