Oldentrup Ärger mit dem Regenrückhaltebecken

Anwohner einigt sich mit der Stadt

Der Garten von Karl-Heinz Grell hat keinen Halt mehr. Auch die Kantensteine bringen nichts. - © FOTO: OLIVER KRATO
Der Garten von Karl-Heinz Grell hat keinen Halt mehr. Auch die Kantensteine bringen nichts. | © FOTO: OLIVER KRATO

Oldentrup. Karl-Heinz Grell (67) ist sauer. Seit 2001 wohnt er an der Pankoken Heide in Oldentrup – ruhige Lage, nette Nachbarn. In den Garten geht er allerdings nicht mehr gerne. Denn der sackt ab. Schuld sei das Regenrückhaltebecken nebenan, sagt er. Jetzt hat er sich mit der Stadt Bielefeld geeinigt.

Vor elf Jahren wurde das Mehrfamilienhaus, in dem Grell und seine Frau Brigitte (56) heute leben, gebaut. Die Grells kauften sich eine Wohnung im Erdgeschoss. Dass nebenan bereits ein Regenrückhaltebecken ist, störte sie wenig. "Ein wenig Grün nebenan fand ich nicht schlecht – besser als ein Haus, das sie Sicht versperrt", sagt Karl-Heinz Grell.

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Doch mit der Zeit kam der Ärger: Der Garten sackte immer weiter ab, sagt Grell. "Es fehlt der Halt." Schlamm werde ins Becken gespült und verstopfe es. "Im Sommer staute sich das Wasser bis zur Hauswand", erinnert sich Grell. Das Regenrückhaltebecken grenzt direkt an den Zaun zu Grells Garten, kümmern würde sich um das Becken niemand. Die Firma, die es damals errichtet hat, gibt es nicht mehr. Kantensteine hat Grell schon gesetzt, aber die würden nicht genügend stützen.

"Es muss sich was tun, das ist kein schöner Anblick." Grell schaltete einen Anwalt an, denn zahlen will er die Kosten für eine Instandhaltung nicht, sagt er. Vertreter des Umweltbetriebs und der Kanalbetrieb haben sich jetzt die Problematik vor Ort angeschaut. Franz Weisser vom Umweltbetrieb: "Wir finden eine Lösung."

Im Rahmen von Unterhaltungsmaßnahmen werde die Stadt die Böschung befestigen. Mit welcher Technik, stünde allerdings noch nicht fest. Eventuell werde auf die Böschung ein so genanntes Geo-Textil gelegt, das mit Boden überschüttet würde. "Dann hätte die Böschung halt", sagt Weisser. Allerdings nicht von jetzt auf gleich: "Es nimmt etwas Zeit in Anspruch, bis wir die optimale Lösung gefunden haben."

Die rechtliche Auseinandersetzung sei aber vom Tisch, so Weisser.

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