Hier soll bald Wohnraum entstehen: Die ehemalige Fabrik Wiethüchter an der Potsdamer Straße soll abgerissen werden. Auf dem Gelände wird neu gebaut. - © Wolfgang Rudolf
Hier soll bald Wohnraum entstehen: Die ehemalige Fabrik Wiethüchter an der Potsdamer Straße soll abgerissen werden. Auf dem Gelände wird neu gebaut. | © Wolfgang Rudolf

Heepen Auf diesem Gelände entstehen 42 Wohnungen

Südlich des Alten Postweges und westlich der Potsdamer Straße sollen neue Häuser kommen. Fabrik Wiethüchter und Zimmerei Bansmann werden abgerissen

Ariane Mönikes

Heepen. Schon viele Jahre stehen die ehemalige Fabrik Wiethüchter und die frühere Zimmerei Bansmann in Heepen leer. Bald wird wohl der Abrissbagger kommen, denn ein Investor plant, am Alten Postweg drei Mehrfamilienhäuser sowie an der Potsdamer Straße ein Gebäude mit Wohnungen und Geschäften zu errichten. Die Politiker der Bezirksvertretung Heepen haben bereits grünes Licht gegeben. Jetzt muss nur noch der Rat den Satzungsbeschluss fassen, denn der Bebauungsplan musste neu aufgestellt werden. Das Gelände ist etwa ein Hektar groß und umfasst neben den ehemaligen Gewerbebetrieben auch das Hotel Kraus mit Gaststätte und Biergarten. Das bleibt bestehen. Es wird durch den abgebundenen Alten Postweg – einer Stichstraße – von der Gewerbefläche getrennt. Auch die Stichstraße bleibt laut Bezirksamtsleiter Peter Skarabis in ihrer Breite bestehen. So könnten dort weiterhin auch Autos von Hotelgästen parken. Die noch bestehenden gewerblichen Objekte sind seit mehreren Jahren leerstehend. Seit der Produktionsstilllegung hat es keine weitere gewerbliche Folgenutzung auf den Flächen gegeben. Aufgrund der vorhandenen Gemengelage aus Wohnen und Gewerbe sind die gewerblichen Nutzungsmöglichkeiten hier eingeschränkt. Südlich der Fläche angrenzend sind noch Gewerbebetriebe. Die Industrie- und Handelskammer hatte zwar Bedenken bezüglich der heranrückenden Wohnbebauung an die bestehenden Gewerbebetriebe südlich des Plangebiets geäußert, die konnten aber ausgeräumt werden. Laut Bauverwaltung widersprechen die zentrale Lage des Areals sowie die angrenzende Bebauung einer weiteren Nutzung als Gewerbefläche. Die neu geplante Wohnbebauung schränke die gewerblichen Nutzungen aber auch nicht stärker ein, als es durch die bereits vorhandenen Wohnnutzungen der Fall sei. 25 Prozent der Wohnungen sind für den öffentlich geförderten Wohnraum vorgesehen. Durch die erstmalige planungsrechtliche Festsetzung von Wohn- und Mischgebieten ergibt sich allerdings ein zusätzlicher Spielflächenbedarf. Der soll durch die Aufwertung und Erweiterung der Spielfläche am Hallenbad / Pastor-Kruse-Straße abgedeckt werden. Daraus ergeben sich laut Bauamt Kosten in Höhe von etwa 32.500 Euro. Die sind vom Investor zu tragen. Durch die Aufwertung des Spielplatzes am Hallenbad / Pastor-Kruse-Straße erhöhen sich die laufenden Kosten für die Grünunterhaltung um etwa 2.275 Euro im Jahr. Am Donnerstag, 8. Februar, entscheidet der Rat.

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