Hier zieht die Schule ein: Das Gebäude der Baumheideschule, direkt an der Stadtbahnhaltestelle „Seidenstickerstraße" gelegen. - © Andreas Zobe
Hier zieht die Schule ein: Das Gebäude der Baumheideschule, direkt an der Stadtbahnhaltestelle „Seidenstickerstraße" gelegen. | © Andreas Zobe

Baumheide Neue Realschule in Baumheide wirbt um Schüler

Zum Schuljahr 2018/19 wird es am Schlehenweg in Baumheide ein neues Angebot geben

Ariane Mönikes

Baumheide. Baumheide wird im kommenden Schuljahr um eine Schulform reicher: Am Schlehenweg geht nach den Sommerferien eine neue Realschule an den Start. Ein neues Gebäude wird dafür nicht gebaut, die Schule zieht mit in das schon bestehende Gebäude der Hauptschule, die Baumheideschule. Denn die wird auslaufend geschlossen, im Jahr 2022 wird der letzte Jahrgang die Schule verlassen. Weil aber noch nicht bei allen Eltern angekommen sei, dass am Standort eine neue Realschule aus der Taufe gehoben werde, lädt das Amt für Schule am heutigen Dienstag um 19 Uhr ins Freizeitzentrum Baumheide (Rabenhof 76) ein, um die Eltern der Viertklässler zu informieren, erklärt Schulamtsleiter Georg Müller. Hella Schäfer-Hofmeister, von 2000 bis 2014 Schulleiterin der Realschule Jöllenbeck, ist verantwortlich für das Konzept der neuen Schule. Sie wird es am Abend vorstellen. "Unsere Stärke ist das kleine, überschaubare System", sagt sie. So werde die Schule zweizügig beginnen, auch die Klassen sollen mit jeweils maximal 27 Kindern klein gehalten werden. Schäfer-Hofmeister ist sicher, dass es ein erfolgreicher Start im Sommer wird - aber noch muss die Werbetrommel gerührt werden, denn die Anmeldetage im Februar stehen noch bevor. "Die Kinder, die in Baumheide wohnen und zur Realschule wollen, werden es nicht weit haben", sagt sie. Sie geht aber davon aus, dass sich auch Kinder, die die Grundschulen in Altenhagen, Brake, Milse, Heepen oder auch die Hellingskampschule an der Herforder Straße besuchen, für die neue Realschule in Baumheide entscheiden werden. Denn die Lage, direkt an der Stadtbahnhaltestelle "Seidenstickerstraße", sei ideal. Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher (SPD) spricht schon von einer Bereicherung für den Stadtbezirk Heepen - denn das Konzept der Schule spreche für sich. "Es gibt ein verlässliches Unterrichtsangebot bis 16 Uhr an allen Tagen", sagt Sternbacher. Zudem unterstütze ein Team von drei Sozialarbeitern die Lehrkräfte. "So eine umfangreiche Sozialarbeit gibt es sonst an Realschulen nicht", sagt Schäfer-Hofmeister. Mit dem Gymnasium Heepen wird die Realschule eine feste Kooperation eingehen. Das bedeutet, dass nicht nur alle Kinder mit Qualifizierungsvermerk einen Platz dort sicher haben. Bereits in der neunten und zehnten Klasse gibt es am Gymnasium verstärkt Unterricht für die Realschüler in Mathe, Deutsch und Englisch. Hinzu kommt eine individuelle Förderung der Begabungen aller Schüler - ob in Musik, Kunst, Biologie oder Technik, erklärt Schäfer-Hofmeister. Wer die Schule künftig leiten wird, steht noch nicht fest. Denn noch hat die Bezirksregierung Detmold die Stelle nicht ausgeschrieben. Auch das Kollegium steht noch nicht. Das würde manche Eltern vielleicht verunsichern, sagt Sternbacher, aber das Gerüst der Schule steht. Dass sich ab Sommer zwei Schulen ein Gebäude teilen müssen, sei unproblematisch, so Schäfer-Hofmeister. Die Realschule soll in einem Gebäudeteil einen eigenen Trakt bekommen. Anmelden können Eltern ihre Kinder im Februar im Gebäude der neuen Realschule am Schlehenweg. Hella Schäfer-Hofmeister und der kommissarische Schulleiter der Baumheideschule, Hans-Jürgen Sager, stehen für Fragen bereit.

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