Heepen Bielefelder fragen: „Warum wird an den Baustellen nicht gearbeitet?“

Stadtwerke arbeiten erneut an Leitungen – aber nicht bei jedem Wetter. Dampfaustritt an Fernwärmeschacht festgestellt

Joachim Uthmann

Heepen. Die lange Baustelle am Wellbach, die sich mehrfach verzögerte, nervte die Heeper rund um die Straße und den Hagenkamp im Sommer und im Herbst. Jetzt buddeln die Stadtwerke erneut an zwei Stellen am Hagenkamp – und sorgen für Ärger in der Umgebung. „Seit mehr als einem dreiviertel Jahr ist hier Baustelle und immer wieder ruht sie", wundert sich Erhard Thamm, der am Rabenhof wohnt. Auch jetzt werde seit Tagen wieder nicht gearbeitet, die Teilsperrung bleibe aber. Birgit Jahnke, Sprecherin der Stadtwerke, bestätigt zwei aktuelle Baustellen. Die hätten aber nichts mehr mit den Fernwärme-Bauarbeiten vom Sommer 2017 zu tun. Damals war eine Leitung leck, die Ursachensuche war schwierig, dann fehlt das passende Ersatzrohr und zuletzt mussten die Stadtwerke die Baufirma wechseln, weil es mit der zuerst beauftragten Probleme gab. Über Monate zog sich sich die Baustelle hin, für die teils der Wellbach gesperrt war – und das in der Zeit, in der auch die Eckendorfer Straße durch Bauarbeiten blockiert war. Jetzt haben die Stadtwerke im Dezember 2017 damit begonnen, Elektro- und Wasserleitungen für ein kleines Baugebiet zu verlegen, teilte Jahnke mit. Die Arbeiten ruhen aber und würden fortgesetzt, sobald die Jahreswechsel-Bauferien beendet seien und das Wetter es zulasse. In Höhe der Kita haben die Stadtwerke zudem in der Woche vor Weihnachten Dampfaustritt aus einem Fernwärmeschacht festgestellt. Um die Ursache zu erkunden, musste die neue Schachtdecke wieder aufgenommen werden. Die Baustellenabsperrung hierfür rage auf einer Länge von etwa 20, 30 Metern in die Fahrbahn. Diese sei aber in beide Richtungen passierbar. Mittlerweile wissen die Stadtwerke, dass dort kein Fernwärmewasser ausläuft, so Jahnke weiter. Bedingt durch die andauernden heftigen Regenfälle der letzten Wochen sei der Grundwasserspiegel in diesem Gebiet stark angestiegen und habe zu einem Wassereintritt in das Fernwärme-Rohrsystem geführt. Um das Leck zu finden, müsse eine Spezialfirma es orten. Ziel sei es, bis Ende Januar die undichte Stelle gefunden und repariert zu haben, erklärte Jahnke. Bis dahin müsse die Schachtdecke geöffnet bleiben. Eine Drainagepumpe am Schacht und der Baustromverteilerkasten würden allerdings noch längere Zeit benötigt.

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