Während die Feuerwehr den Kellerbrand in dem Wohnhaus an der Milser Straße bekämpfte, behandelte der Rettungsdienst die Bewohner und eine kleine schwarze Katze. - © Andreas Zobe / ASB, DRK, JUH Rettungsdienst
Während die Feuerwehr den Kellerbrand in dem Wohnhaus an der Milser Straße bekämpfte, behandelte der Rettungsdienst die Bewohner und eine kleine schwarze Katze. | © Andreas Zobe / ASB, DRK, JUH Rettungsdienst

Bielefeld Bewohner verletzt, Katze gerettet, Haus nach Kellerbrand nicht mehr bewohnbar

Abschnitt zwischen Herforder und Elverdisser Straße zwei Stunden lang gesperrt

Jens Reichenbach

Bielefeld-Milse. Die Bewohner eines Wohnhauses an der Milser Straße hat es hart getroffen. Ein relativ kleiner Kellerbrand am Dienstagvormittag hatte für sie große Auswirkungen. Nicht nur, dass sich zwei ältere Bewohner bei der Flucht durch das Treppenhaus voller Qualm eine Rauchvergiftung zuzogen, kurz vor Weihnachten sind ihre Wohnungen bis auf Weiteres unbewohnbar. Gegen 9.20 Uhr wurde der Feuerwehr ein Kellerbrand in dem Haus gemeldet. Wie Einsatzleiter Gordon Majewski mitteilte, waren zu dem Zeitpunkt noch Bewohner in ihren Wohnungen. Deshalb eilten zahlreiche Einsatzkräfte (40 Personen der Berufsfeuerwehr sowie der Löschabteilungen Milse, Brake und Altenhagen) zu dem zweieinhalbgeschossigen Geschäfts- und Wohnhaus. Bei Eintreffen der Löschzüge war das Treppenhaus bereits voller Rauch, die drei anwesenden Bewohner (zwei Frauen und ein Mann) hatten sich aber bereits ins Freie begeben, so Majewski. Alle drei wurden vom Notarzt in Augenschein genommen, der 86-jährige Bewohner und eine 61-jährige Mieterin mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gefahren werden. Schwarze Katze kommt nach Sauerstoffbehandlung in Tierklinik Außerdem holten die Retter noch eine schwarze Katze aus einer der Wohnungen. Ein Team des Rettungsdienstes, das zur Sicherung der Feuerwehrleute vor Ort war, kümmerte sich sofort um das Tier, das durch den eingeatmeten Qualm bereits Schaum vor dem Mund hatte. Die Rettungsassistenten versorgten die Katze sofort mit Sauerstoff. "Nach wenigen Minuten erholte sich die Katze", erklärte Heiner Hofmann, Geschäftsführer der ASB, DRK, JUH Rettungsdienst gGmbH. Anschließend kam sie laut Majewski mit dem Spezialfahrzeug Tierrettung in eine Tierklinik. Das eingesetzte Equipment wurde anschließend aufwendig aufbereitet oder entsorgt, betonte Hofmann. Das Feuer im Keller indes konnte schnell gelöscht werden. Gebrannt hatte es offensichtlich im Bereich der Elektroverteilung. Ob diese auch Ursache für den Brand war oder durch Flammen von anderer Seite zerstört wurden, muss jetzt die Kripo klären. Weil sowohl die Strom- als auch die Gasversorgung und damit auch die Heizung nicht mehr funktioniert, sind die Wohnungen bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Zusätzliches Pech für die Opfer: Nach ihrer Flucht ins Freie standen alle drei Wohnungstüren offen. "Deshalb zog aus dem Treppenhaus viel Rauch in die Wohnungen", so Majewski. Allein deshalb sind sie nun sanierungsbedürftig. "Das wünscht man keinem kurz vor Weihnachten" "Das wünscht man keinem kurz vor Weihnachten", betonte der Feuerwehreinsatzleiter. "Trotzdem haben alle Glück gehabt. Alles an dem Haus lässt sich wieder herstellen und sanieren." Die Bewohner wollten sich selbst um Hotel oder Unterschlupf bei Verwandten kümmern. Polizei und Feuerwehr schätzten den entstandenen Schaden auf 20.000 Euro Die Milser Straße musste für die Dauer des Einsatzes zwischen Herforder Straße und Elverdisser Straße zwei Stunden lang gesperrt werden. Der Verkehr konnte über andere Straßen abgeleitet werden.

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