Künftig Bauland: Das Buschbachtal in Milse, durchzogen von der Stadtbahnlinie 2. Die Bezirksvertretung Heepen verlangt dazu einen Rahmenplan für die Wohnbebauung. - © Wolfgang Rudolf
Künftig Bauland: Das Buschbachtal in Milse, durchzogen von der Stadtbahnlinie 2. Die Bezirksvertretung Heepen verlangt dazu einen Rahmenplan für die Wohnbebauung. | © Wolfgang Rudolf

Milse Rahmenplan für Bebauung Buschbachtal steht

Sternbacher: Bezirksvertreter gegen "Teilung" der Stadt mit Ein-Familien-Häusern im Westen und Mietwohnungsbau im Osten

Frank Bell

Milse. Die Bezirksvertretung Heepen will trotz des stärker werdenden Bedarfs an günstigem Wohnraum die Qualität von Planungen aufrecht erhalten. "Wir wollen keine Teilung der Stadt mit Ein-Familien-Häusern im Westen und Mietwohnungsbau im Osten", betonte Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher bei der Vorlage eines Dringlichkeitsantrages aller Fraktionen und Gruppen in der Bezirksvertretung Heepen. Es komme auf ausgewogene Strukturen an. Und deshalb müsse für das Areal zwischen Milser Straße, Einkaufszentrum, Schule und Kindergarten Moenkamp, das von der verlängerten Linie 2 durchzogen wird, ein Rahmenkonzept zur Wohnbauentwicklung verfasst werden. "Einen Rahmenplan für das Gebiet gibt es bereits seit den 90er Jahren, weil schon damals eine ganzheitliche Lösung angestrebt wurde", sagte Sternbacher. Der Plan sei jedoch nicht mehr zeitgemäß, entspreche nicht mehr den heutigen städtebaulichen Zielvorstellungen. Deshalb müsse ein Rahmen her, der Konzepte für Struktur, Erschließung, Bebauung und Begrünung umfasse. "Auf dieser Grundlage könnte der gesamte Bereich in verschiedenen Bauabschnitten entwickelt werden", sagte er. Man dürfe die Stadtentwicklung trotz des Drucks auf dem Wohnungsmarkt nicht vernachlässigen, sagte er in Richtung Rathaus. "Schnelle Lösungen sind nicht immer die besten, deshalb brauchen wir einen solchen Rahmenplan frühzeitig", sagte CDU-Fraktionschef Guido Elsner und pflichtete Sternbacher bei. SPD-Fraktionschef Gerd Wäschebach stellte fest: "Im Buschbachtal haben wir eine der letzten Flächen für hochwertige Bebauung."

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