Erstmals konnten gestern Kinder und Lehrer rund um die Martinschulerennen – und das finden viele Schüler großartig. Beim Fangenspielen gibt es nun keine Sackgassen mehr. - © FOTO: NW
Erstmals konnten gestern Kinder und Lehrer rund um die Martinschulerennen – und das finden viele Schüler großartig. Beim Fangenspielen gibt es nun keine Sackgassen mehr. | © FOTO: NW

Gadderbaum Hunderte Gadderbaumer feiern den neuen Martinschulhof

Festliche Polonaise rund ums Schulgebäude / Kritik am Zaun und an möglichen Sicherheitsproblemen / Schulleiter mahnt autofahrende Eltern zu mehr Rücksicht

Gadderbaum. Fast 400 Kinder feiern mit Politikern, Verwaltungsmenschen, Bauarbeiter, Eltern und Lehrern, Mitarbeitern der Schule und Schulleiter Markus Spiekermann: Sie alle laufen als Menschenkette um die Martinschule herum – und genau das ist vielleicht die größte Neuigkeit. Mit dem um gut 250 Quadratmetern erweiterten Schulhof ist es erstmals für die Kinder möglich, um Bielefelds größte Grundschule herumzuflitzen – "endlich können wir richtig fangen spielen", sagt eine Erstklässlerin.

Die 1b und die 1d haben den neuen Zaun, der quasi mitten auf der Deckertstraße steht und sie damit früher als bisher enden lässt, mit bunten Bändern geschmückt, Partystimmung am Freitag.

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Doch nicht alle sind nur begeistert. So korrigiert Spiekermann den Eindruck, dass das Problem der Kinder-Rauswerf-Eltern nun gelöst sei: "Dem ist leider überhaupt nicht so – seit der Baumaßnahme konzentriert sich der ganze Bringverkehr hinter der Schule"; also am Hoffnungstaler Weg.

Kritik am neuen Zustand an der Deckertstraße 1 übt Horst Behr: Der Zaun sei nachts nur schwer zu erkennen, es entstehe für Radfahrer der Eindruck, durchfahren zu können. Erst spät werde deutlich, dass sich Radfahrer links am Zaun vorbei orientieren müssen. "Ich sehe da eine ausgesprochen unfallträchtige Situation und rege darum an, den Zaun an beiden Enden mit reflektierenden Mitteln deutlich erkennbar zu machen. Sonst fürchte ich zumindest für Fahrradfahrer, dass sie dort böse verunglücken werden."

Über solche Rückmeldungen von Bürgern freut sich Barbara Schneider, neue Bezirksbürgermeisterin. Sie sagt zu, das Problem vor Ort der Schule und den Verantwortlichen mitzuteilen und dafür zu sorgen, dass die Situation begutachtet und, falls nötig, entschärft wird. Kritik von Eltern gab es gestern auch, der Zaun stehe doch sehr nackt da, ob nicht Pflanzkübel mit Rankpflanzen den Charmefaktor erhöhen könnten. Vielleicht werden jetzt so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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