Großaufgebot: 43 Feuerwehrleute und ein großer Verband des Rettungsdienstes eilten am Dienstagabend zum Kinderhospiz am Remterweg. - © Christian Mathiesen
Großaufgebot: 43 Feuerwehrleute und ein großer Verband des Rettungsdienstes eilten am Dienstagabend zum Kinderhospiz am Remterweg. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Großeinsatz bei Brand im Kinderhospiz Bethel

Feuer bricht in einem Therapiebad aus. Sechs Kinder und acht Angehörige müssen den Brandbereich verlassen

Jens Reichenbach

Bielefeld-Bethel. 43 Feuerwehrleute eilten am späten Mittwochabend zum Kinderhsopiz am Remterweg, nachdem Nachtpfleger der Einrichtung der Feuerwehr Brandgeruch gemeldet hatten, den sie zunächst nicht orten konnten. Wie Feuerwehrsprecher Max Rempe berichtete, schlug um 23.11 Uhr auch die Brandmeldeanlage an. Spätestens zu dem Zeitpunkt wurden alle Bewohner des Hauses aus dem Schlaf gerissen. Bei Feuerereignissen in Pflege- oder Klinikeinrichtungen erscheint die Feuerwehr grundsätzlich mit größtmöglichem Personal am Einsatzort - in diesem Fall waren es 43 Feuerwehrleute der Hauptwache der Berufsfeuerwehr sowie der Löschabteilungen West und Gadderbaum-Bethel. Außerdem schickte der Rettungsdienst drei Notärzte, darunter auch den Leitenden Notarzt, sowie vier Rettungswagen zum Kinderhospiz. Laut Rempe brannte es bei Eintreffen im Bereich eines Therapiebades. Sofort wurden die kleinen Patienten, die im Brandabschnitt untergebracht waren, sowie ihre ebenfalls dort wohnenden Angehörigen mit Hilfe der beiden Nachtpfleger in einen sicheren Bereich des Gebäudes gebracht. Die Notärzte und die Rettungsassistenten kümmerten sich insgesamt um sechs Kinder und acht Angehörige. "Verletzt wurde bei dem Feuer zum Glück niemand", betonte Rempe. "Die Evakuierung hat vorbildlich geklappt", lobte er auch das Personal. Die 14 Betroffenen wurden an einem entfernteren Sammelpunkt im Gebäude untergebracht, betont Hospizleiterin Ulrike Lübbert. "Jetzt wissen wir, warum wir die regelmäßigen Brandschutzübungen machen. Alles lief sehr besonnen ab." Das Wichtigste sei, dass niemand zu Schaden kam. Aber es musste während der Löscharbeiten in der Nacht auch niemand ins Freie, so Lübbert. Aufwenige Löscharbeiten im Bereich eines Therapiebades Gleichzeitig kämpften vier Zweierteams - mit Atemgeräten vor dem giftigen Rauch geschützt - in dem Whirlpool-Raum, der bereits voller Rauch war, gegen die offenen Flammen. Wie sich herausstellte, brannte die Technik und die Isolierung unter einer Badewanne. "Es war relativ aufwendig, den Technikbereich unter der Wanne zu öffnen, um dort die Brandherde zu bekämpfen", erklärt Rempe die relativ hohe Zahl der Angriffstrupps. "Dadurch zogen sich die Nachlöscharbeiten hin", sagte Rempe. Anschließend wurde der Bereich von der Feuerwehr gelüftet. Der Einsatz am Remterweg war für die Feuerwehr um 2 Uhr beendet. Der entstandene Schaden im Kinderhospiz kann noch nicht beziffert werden.Laut Lübbert ist nur der Whirlpoolraum beschädigt. Alle anderen Räumlichkeiten können weiter benutzt werden: "Der Betrieb kann ganz normal weiterlaufen." Die Kripo geht inzwischen von einem technischen Defekt als Brandursache aus.

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