Leidenschaftlich dabei: Anastasia Schürmann (vorne) fordert den neuen alten Gadderbaumer Singkreis gewaltig - und daran haben alle ihren Spaß. In der Pellahöhe treffen sich die älteren Herrschaften alle zwei Wochen, und dann wird es laut und lustig. FOTO: KURT EHMKE - © Kurt Ehmke
Leidenschaftlich dabei: Anastasia Schürmann (vorne) fordert den neuen alten Gadderbaumer Singkreis gewaltig - und daran haben alle ihren Spaß. In der Pellahöhe treffen sich die älteren Herrschaften alle zwei Wochen, und dann wird es laut und lustig. FOTO: KURT EHMKE | © Kurt Ehmke

Gadderbaum Nach Aus: Chor startet noch mal ganz neu durch

Singkreis des ehemaligen Vereins hat sich quasi neu gegründet im alten Gewand - und singt jetzt unter neuer Chorleitung zweimal monatlich als Singkreis Pellahöhe

Kurt Ehmke

Gadderbaum. Das Aus des Heimatvereins hat viele in Gadderbaum berührt - zu lange war der Verein ein Teil des Stadtbezirks und zu lange waren viele Teil des Vereins. So auch der Singkreis. Mit dem Aus des Heimatvereins war auch sein Ende verbunden. Doch - wie auch beim Volkstanzkreis und der Reisegruppe - sollte es weitergehen. Und so hat sich der 20-köpfige Singkreis quasi neu gegründet. In alter Besetzung, mit neuer Chorleiterin. Aus Steinhagen kommt nun alle zwei Wochen zur Probe Anastasia Schürmann (45) und fordert die stimmgewaltigen älteren Herrschaften. Wobei es "Herrschaft" nicht wirklich trifft, im Chor kommen auf einen Mann etwa neun Damen. Gefordert werden sie alle. Siegfried Hahne grient und sagt: "Frau Schürmann hat Spaß, uns so richtig zu zwiebeln." Schuld sei, dass die neue Chorleiterin "ein absolutes Gehör hat", ihr entgehe aber auch kein einziger Fehler. Karin Blumeier bestätigt Hahne: "Ja, sie fordert uns schon sehr." Doch genau das wünschen sich die Mitglieder des Singkreises, nur so könnten die Köpfe klar bleiben. Vom Volkslied bis zum Schlager reicht das Repertoire, dazu kommt manchmal gar ein bisschen Jazz oder ein englisches Lied. Und das alles muss sitzen: "Wenn wir mal um einen halben Ton absacken, dann merken wir das selbst gar nicht - Frau Schürmann aber sehr wohl." Sie gehe dann dazwischen. "Das ist auch anstrengend", sagt Hahne, versteht das aber als Kompliment. Schürmann lächelt dazu und sagt: "Wenn es dann aber so richtig schön klingt, dann spare ich auch nicht mit Lob." Der Singkreis wird gefordert - und hat Spaß. Schürmann: "Es ist wunderbar, hier zu arbeiten." Da nicken alle. Entstanden ist der Chor 1989 - bei einer Reise. Es wurde abends zusammen gesungen und dann beschlossen: "Das machen wir jetzt einfach so weiter, als Chor." Leiterinnen waren: Ruth Meyer, Marianne Arnecke, Christiane Krause und Claudia Domke.

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