Glücksbringerin und Unterhaltungschefin: Die Schüsselanhänger, die jeder neue Absolvent oder Absolventin des Betheljahrs gestern erhielt, waren ganz auf die jeweiligen Personen zugeschnitten. - © Foto: Wolfgang Rudolf
Glücksbringerin und Unterhaltungschefin: Die Schüsselanhänger, die jeder neue Absolvent oder Absolventin des Betheljahrs gestern erhielt, waren ganz auf die jeweiligen Personen zugeschnitten. | © Foto: Wolfgang Rudolf

Bielefeld Rekord: 500 Jugendliche beim Auftakt des Betheljahrs

Viele junge Menschen nutzen das Betheljahr, um sich beruflich zu orientieren. Der Leiter der Freiwilligenagentur: „G 8 spielt uns in die Karten“

Thomas Güntter

Bielefeld. So viele waren es noch nie. Rund 500 Jugendliche kam am Mittwoch in die Zionskirche in Bethel. Anlass war der Gottesdienst zu Beginn des neuen Betheljahrs in der Zionskirche. Außerdem war es der Auftakt für zwei Berufsbildungstage der Freiwilligenagentur Bielefeld mit insgesamt 111 Einzelveranstaltungen in der Kollegschule Bethel. In diesem Jahr waren unter den Freiwilligen zum ersten Mal auch zwölf junge Menschen mit Flüchtlingshintergrund. Sie kamen aus Syrien und dem Irak. Stefan Homann, Leiter der Freiwilligenagentur Bielefeld: „Diese jungen Menschen können erst mal nicht in ihre Heimatländer zurück, denn da ist alles zerstört. Wir werden versuchen, sie hier zu integrieren." Außerdem waren 35 junge Menschen aus aller Welt dabei. In diesem Jahr erstmalig aus dem afrikanischen Kongo, den USA, Brasilien, Madagaskar, der Mongolei, England und Spanien. Das Betheljahr gibt es seit 2002. Es hat bei Jugendlichen und den Offiziellen einen ausgezeichneten Ruf. Das Jahr wird als freiwilliges Soziales Jahr und im Rahmen des Bundesfreiwilligendiensts angeboten. Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Einblick in Betheler Einrichtungen und Dienste in die Arbeitsfelder des Sozial- und Gesundheitswesens. Die beiden Berufsbildungstage dienen den jungen Menschen als erste Orientierung zu unterschiedlichen Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten und sie geben  einen Überblick über die Vielfalt möglicher Einsatzorte in den von-Bodelschwinghschen-Stiftungen Bethel. Nach Homanns Angaben würden viele Jugendliche das Betheljahr absolvieren, um Wartezeiten zu überbrücken und sich über ihren Berufswunsch klar zu werden. Homann: „Viele wollen auch einfach nur etwas Gutes und Praktisches tun." Die verkürzte Schulzeit mit G 8 spiele dem Betheljahr in die Karten, denn die Interessenten würden immer jünger. Das Verhältnis von Mädchen und Jungen gab er mit 60 zu 40 Prozent für die Mädchen an. Das Betheljahr habe einen sehr guten Ruf und würde oft von den Absolventen weiterempfohlen.

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