Eltern protestieren. - © Kurt Ehmke
Eltern protestieren. | © Kurt Ehmke

Bielefeld Wieder Protest gegen Sekundarschul-Aus

Am Rande kommt es zu Gespräch mit Bethel-Vorstand

Kurt Ehmke

Bielefeld. Die Elternschaften der Martinschule und auch der Bodelschwinghschulen organisieren Schritt für Schritt einen wachsenden Protest gegen das Aus der Sekundarschule in Bethel. Am Mittwoch zeigten sie sich mit Plakaten und Protestgalgen am Assapheum und trafen auf Teilnehmer einer Fachtagung (auch Vorstandsmitglieder), am Donnerstag gratulierten sie auf ihre Weise dem Kerschensteiner Berufskolleg zum 50-jährigen Bestehen. Neben den Protestplakaten gab es auch ein gelbes Glückwunsch-Transparent – mit dem Zusatz: „Gemeinsam bleiben." Es kam zu einem kurzen Gespräch mit Schulgeschäftsführerin Barbara Manschmidt und dem für Schulen verantwortlichen Bethel-Vorstand Johanna Will-Armstrong. Mit beiden hatten sich am Vorabend bereits neun Eltern zur Vorbereitung eines öffentlichen Treffens am 29. September (ab 19.30 Uhr im Assapheum) getroffen – um die Positionen auszutauschen. Aus Elternsicht ein bedingt ergiebiges Treffen, denn, so Antje Wörmann: „Sie bleiben bei ihrer Haltung, dass die Schule geschlossen wird – außer es legt jemand zehn Millionen Euro auf den Tisch." Basis für weitere Gespräche Aus Sicht von Will-Armstrong war das Treffen etwas ergiebiger, denn: „Wir sind jetzt so weit, dass zwei klare Ebenen erkennbar sind – unsere, die sich auf die fehlenden Finanzen bezieht und die der Eltern, die sich auf Verlässlichkeit und Vertrauen bezieht." Das sei eine Basis für weitere Gespräche. Anwesend bei dem Vorbereitungsgespräch waren auch die Schulleiter der Bodelschwinghschulen, Andreas Gather und Linda Sudhölter. Als Mediator und Vermittler soll offenbar Bethel-Diakon Wolfgang Roos-Pfeiffer agieren. Wörmann registriert beim Kontakt mit vielen Mitarbeitern Bethels, „dass oft gesagt wird, ja, eine Sekundarschule ist wichtig für Bethel". Ihr sei in den Gesprächen bewusst geworden, dass aber auch der Bethel-Vorstand klar erkannt habe, was die Schließung für das Image Bethels bedeute – „aber das sind sie offenbar bereit zu tragen". Alle schulischen Alternativen – beispielsweise Gesamtschule oder ein kleineres Gymnasium mit Sekundarschule – seien spürbar vom Tisch. Barbara Manschmidt bedankte sich Donnerstag bei einem kurzen Gespräch bei den Demonstranten für den Stil der Demo: „Danke, dass Sie dem Kerschensteiner auch einen Glückwunsch aussprechen."

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