Empört: Viele Eltern können nicht fassen, dass die Schule nur drei Jahre nach der Eröffnung wieder geschlossen werden soll.
Empört: Viele Eltern können nicht fassen, dass die Schule nur drei Jahre nach der Eröffnung wieder geschlossen werden soll.

Bielefeld Bezirksbürgermeisterin Hannelore Pfaff äußert sich zu Schließung der Sekundarschule

"Vertrauens- und Imageverlust für Bethel als Schulträger"

Bielefeld. Die Gadderbaumer Bezirksbürgermeisterin Hannelore Pfaff äußert sich zur Schließung der Betheler Sekundarschule, die viele Eltern verärgert und enttäuscht. "Bethel kündigte ohne Vorgespräche die Weiterführung der erst 2013 eingerichteten Sekundarschule auf. Zu Recht kochen die Emotionen der betroffenen Eltern der jetzigen Schüler und derer, die ihre Kinder an der Sekundarschule Bethel anmelden wollten, hoch, schreibt Pfaff. "Es geht um vermeintlich abgesicherte Schullaufbahnen der Kinder bei einem bisher renommierten Schulträger, die sich jetzt als zerplatzte Seifenblase herausstellten." Bethels Ruf als zuverlässiger Partner mit besonderen und eigenständigen Schulkonzepten werde damit stark beschädigt. "Wer kann sich jetzt noch an den anderen Schulzweigen Bethels wirklich sicher fühlen?", fragt sie. "Der Image- und Vertrauensverlust gegenüber Bethel, den die im Handstreich angekündigte Schließung der Sekundarschule auslöst, wird beträchtlich sein. Kollateralschaden nennt man das, einen Begleitschaden eben, neben der Schließung der Schule. Und der trifft Bethel auf verschiedensten Ebenen: bei den betroffenen Eltern, die gleichzeitig auch vielfach Mitarbeiter Bethels sind, bei den Bürgern Gadderbaums und bei den Bielefeldern als solchen, die Bethel als qualifizierten Schulträger für ihre Kinder bewusst auswählten." Ein weiterer gravierender Punkt sei auch, wie hier mit Elternwillen umgegangen werde. "Elternwille, der sich durch die Anmeldungen an die Sekundarschule gesichert dokumentierte und die Basis der Gründung der Sekundarschule war." Dieser Elternwille werde ohne Kommunikation in Verkündigungsform gekippt. Die Suche nach möglichen Auswegen im Vorfeld sei dabei nicht erkennbar. "Wie mit dem Kooperationspartner Bielefeld und den Schulpolitikern umgegangen wird, lasse ich in dieser Stellungnahme mal außen vor. Diese Schnittstellen müssen professionell mit der brüskierenden Informationspolitik Bethels umgehen können. Übrig bleiben aber bei allen Beteiligten ausschließlich Fragezeichen und der Raum für Phantasien erschließt sich reichlich.

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