Weil in Folge des Schwelbrandes große Teil der Fassade abgenommen werden mussten, setzte die Feuerwehr die Drehleiter ein, um auch an die Außenwand über dem Balkon zu kommen. - © Sarah Jonek
Weil in Folge des Schwelbrandes große Teil der Fassade abgenommen werden mussten, setzte die Feuerwehr die Drehleiter ein, um auch an die Außenwand über dem Balkon zu kommen. | © Sarah Jonek

Bielefeld Rauchmelder reißt Familie aus dem Schlaf: Feuerwehreinsatz in Bielefeld

21 Brandbekämpfer An der Rehwiese im Einsatz: Schwelbrand auf dem Balkon im fünften Obergeschoss zog unter die Fassade und schließlich in die Wohnung

Jens Reichenbach

Bielefeld-Bethel. Die Feuerwehr wurde am frühen Mittwochmorgen zu einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Rehwiese gerufen. Gegen 6.40 Uhr meldeten Mieter einen piependen Rauchmelder und schwarzen Qualm aus einer Wohnung im fünften Obergeschoss. Wie Feuerwehreinsatzleiter Peter Palsbröker berichtet, hatten vermutlich glimmende Zigaretten einen Schwelbrand auf einem Balkon im fünften Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses ausgelöst. "Dieses Schwelbrand hat vermutlich etliche Stunden vor sich hingeschmurgelt", so Palsbröker. Denn der Mieter habe schon am Abend Brandgeruch wahrgenommen, die Ursache aber nicht am Haus vermutet. "Die Familie ist dann ins Bett gegangen." Schwelbrand kletterte unter die Fassadenverkleidung Morgens um 6.40 Uhr schlug aber nun der Rauchmelder in der Wohnung Alarm und riss die Familie in der Wohnung aus dem Schlaf. Laut Palsbröker war der Schwelbrand in der Nacht unter die Fassadenverkleidung geklettert, und so war morgens dann Rauch ins Innere der Wohnung gedrungen. Zum Glück schlug der Rauchmelder sehr früh an. In der Wohnung wurde durch den Qualm kein Schaden verursacht. Die Familie, die sich frühzeitig in Sicherheit bringen konnte, blieb ebenfalls unverletzt. Die 21 Brandbekämpfer von Berufsfeuerwehr und der Löschabteilung Gadderbaum-Bethel konnten den Schwelbrand auf dem Balkon mit einem Kleinlöschgerät löschen. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen "Anschließend mussten wir allerdings die Fassadenverkleidung großflächig abnehmen, um sicherzugehen, dass das Feuer nicht unter das Dach vorgedrungen ist", erklärte der Einsatzleiter. Direkt über dem 5. Obergeschoss befindet sich das Dach des Hauses. Um diese Bereiche zu erreichen, setzte die Feuerwehr auch die Drehleiter ein, die im engen Raum neben zwei Bäumen millimetergenau rangiert werden musste. Glück im Unglück: Weder die Wohnung noch die Dachkonstruktion haben Schaden genommen. Den Gebäudeschaden rund um den Balkon schätzte die Einsatzleitung auf etwa 5.000 Euro. Die Feuerwehr rückte so gegen 7.50 Uhr wieder ab. Die Wohnung der Familie bleibt bewohnbar. Die Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

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