Zwei furchtlose Männer: Ohne jede Sorge vor dem Dinosaurier, dem „Sagrigator", hocken sich Fred Müller und Jürgen Heinrich (r.) ins Regenrückhaltebecken am Quellenhofweg. Der Dino entstand bei einem Jubiläumsworkshop, er soll hier sein Leben genießen. - © Kurt Ehmke
Zwei furchtlose Männer: Ohne jede Sorge vor dem Dinosaurier, dem „Sagrigator", hocken sich Fred Müller und Jürgen Heinrich (r.) ins Regenrückhaltebecken am Quellenhofweg. Der Dino entstand bei einem Jubiläumsworkshop, er soll hier sein Leben genießen. | © Kurt Ehmke

Gadderbaum Kunstwerke in der Ortschaft: Ein Dino im Regenbecken

Bethel versucht, immer mehr Orte durch Kunst aufzuwerten - das Ziel ist ein Kunstpfad. Die aktuellen Objekte kommen aus einem Workshop

Kurt Ehmke

Gadderbaum. Perfekt: Der Boden ist gefroren. Kein Risiko für den Bagger, mit dem aufgegabelten Dino im Regenrückhaltebecken steckenzubleiben. Ein Dino im Becken? Die Idee, ersonnen bei einem Workshop des Künstlerhauses Lydda und von Bethels Ortschaftsreferent Fred Müller, ist kurios, aber Teil einer Vision. Müller: "Ich will die Ortschaft aufwerten, das langfristige Ziel ist, einen Kunstpfad zu etablieren." Dieser könnte den oberen Bohnenbachpark, den Lindenhof, die Bethelkreisel, den Quellenhofweg, den Bethelplatz und weitere Orte beinhalten. Jetzt aber stehen erst einmal das Objekt "Würfel 1" von Jens Jacobfeuerborn auf dem Bethelplatz, der Dino "Sagrigator" von Muhammed-Ali Sari im Regenrückhaltebecken und die Himmelsleiter auf dem benachbarten Kreisel. Die beiden ersten entstanden im Mai beim Jubiläumsworkshop mit bekannten Künstlern. "Der Sagrigator-Saurier kann auch zum Schwimmdino werden" Der "Sagrigator" wurde jetzt per Bagger in das Becken gefahren. Hier, wo niemand hinein darf, wie Bethels Wasserexperte Klaus-Ulrich Sprenger betont, kann er von den Seiten, der Brücke und den Sitzplätzen am Bohnenbach aus bestaunt werden. Mal könnte er frei sichtbar sein, wie jetzt; mal zur Hälfte im Wasser stehend - und mal als Schwimmdinosaurier unsichtbar sein. Das Regenrückhaltebecken, als Zweckbauwerk per se keine Schönheit, wird von Bethel aufgewertet, wo es nur geht: Die Palette reicht von der Brücke, dem seitlichen Bachlauf mit Gehweg und dem Dino bis zu einer Vitrine, die im Berufsbildungswerk entsteht und bald fertig sein soll. Sie soll in Bethels angrenzender Bernhard-Mosberg-Werkstatt stehen, von außen sichtbar sein und Fundstücke der Tonkuhle und des Regenrückhaltebeckens zeigen - Ammoniten, Muscheln, Versteinerungen. "Ein Bürger hat mich auf diese Idee gebracht", so Müller.

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