Planen die Kanalbauarbeiten in der Straße Am Großen Feld: (v.l.) Michael Haver und Marcus Miller vom städtischen Umweltbetrieb sowie Andreas Buschkamp, Uwe Mollenhauer und Eckhard Sasse vom Unternehmen Strabag. - © Sarah Jonek
Planen die Kanalbauarbeiten in der Straße Am Großen Feld: (v.l.) Michael Haver und Marcus Miller vom städtischen Umweltbetrieb sowie Andreas Buschkamp, Uwe Mollenhauer und Eckhard Sasse vom Unternehmen Strabag. | © Sarah Jonek

Gadderbaum Neue Großbaustelle für Bielefeld

In der Straße Am Großen Feld werden Rohre erneuert. Die Arbeiten dauern bis 2019. Anschließend wird der Eggeweg aufgegraben

Sebastian Kaiser

Gadderbaum. Für ein Jahr wird die Straße Am großen Feld zur Baustelle. Noch in dieser Woche soll die Einmündung an der Artur-Ladebeck-Straße gesperrt werden. Alte Kanäle aus den 50er Jahren müssen erneuert werden. Dadurch soll sich auch die Situation im unteren Eggeweg verbessern, wo nach starken Regenfällen immer wieder Gullideckel hochgedrückt werden. Die Bauarbeiten sind Teil des Projektes "hydraulische Sanierung des Kanalnetzes in Gadderbaum". Die Arbeiten im großen Feld werden in vier Abschnitten durchgeführt. Stück für Stück geht es von der Artur-Ladebeck-Straße aus den Berg hinauf. 26 Meter beträgt der Höhenunterschied von dort zum anderen Ende der Strecke an der Deckertstraße. Komplizierte Arbeiten Neue Rohre für den Regenwasserkanal werden auch im Hortweg, der Verbindung zum Eggeweg, verlegt. "Wir werden hier zehn Fachleute einsetzen, die zum Teil mit Spezialmaschinen arbeiten werden", sagt Andreas Buschkamp, Abteilungsleiter bei der Strabag AG, die den Auftrag übernommen hat. Denn die Arbeiten sind kompliziert. Bis zu sieben Meter tief müssen die Rohre in die Erde gelegt werden. "Dabei werden wir auf Felsgestein treffen und müssen daher eine Fräse einsetzen, die an den Arm eines Baggers montiert wird", sagt Buschmann. Dreimal so groß wie die alten Rohre Die neuen Rohre werden drei Mal so groß, wie die, die noch im Boden liegen. "Der Durchmesser wächst von 300 auf 1.000 Millimeter", so Michael Haver vom Umweltbetrieb. "Die Kapazität der alten Rohre ist zu klein. Dadurch kam es immer wieder zu einem Rückstau", sagt er. Bei den Bauarbeiten wird auch eine recht neue Technik angewandt. "Liegen die neue Rohre in der Erde, schütten wir Flüssigboden in die Grube, ein Gemisch aus Wasser, Sand, Ton und Zement. Dadurch werden die Rohre regelrecht ummantelt und liegen dann fest und bruchsicher im Boden. Hohlräume werden vermieden", erklärt Haver. Arbeiten dauern ein Jahr Rund ein Jahr lang werden die Arbeiten dauern. "Wenn durch den Hortweg die Verbindung zum Kanal im Eggeweg fertig ist, wird sich die Wirkung bereits zeigen und sich die Situation im Eggeweg deutlich entspannen", so Haver. Sind in einem Bauabschnitt die Rohre erneuert, soll direkt im Anschluss die Fahrbahn wieder hergestellt werden. Ab 2019 werden im Eggeweg zwischen Hortweg und der Straße "Kehre" die Rohre ausgetauscht. Begonnen hat die Sanierung vor sieben Jahren mit dem Bau des Rückhaltebeckens Bolbrinker. Es folgte der Bau neuer Kanäle auf dem Oetker-Gelände und in der Artur-Ladebeck-Straße. Insgesamt investiert die Stadt rund zehn Millionen Euro.

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