Katze Lilly muss sich von ihren Verletzungen erholen. - © privat
Katze Lilly muss sich von ihren Verletzungen erholen. | © privat

Bielefeld Katze Lilly wird in Bielefelder Wohnsiedlung fast tot gebissen

Besitzerin Sylvia Liem appelliert an Hundebesitzer ihre Vierbeiner anzuleinen

Andrea Sahlmen

Bielefeld. Die Bielefelderin Sylvia Liem ist wütend. Ihre Katze Lilly wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag in ihrer Straße Richard-Wilmanns-Weg von einem großen Hund angefallen und schwer verletzt. Der Hundebesitzer hat sich nicht bei ihr gemeldet. Blutüberströmt krabbelte die neunjährige Hauskatze Lilly am Montagmorgen durch ihr Kläppchen und humpelte zu ihrer Besitzerin. "Vor lauter Schmerzen hat sie so geschrien, dass ich sie direkt zum Tierarzt gebracht habe", sagt Liem. Die erlittenen Bisswunden sind tief, Lilly ist nur knapp mit dem Leben davon gekommen. "Wenn die Wunde nur ein bisschen tiefer wäre, könnte Lilly nicht mehr laufen." Behandlungskosten schon über 500 Euro Noch am Montag wurde die Hauskatze operiert, musste über Nacht in der Praxis bleiben. Jetzt muss Sylvia Liem jeden Tag zum Tierarzt, damit Lilly ihr Antibiotika und ihre Schmerzmittel bekommt. "Schon jetzt belaufen sich die Kosten auf über 500 Euro und die Behandlung ist ja noch nicht zu Ende." Neben den Sorgen um ihre eigene Katze, macht sich Liem auch viele Gedanken um andere mögliche Opfer. "Wir haben eine Kita in der Straße", sagt sie besorgt und appelliert an die Hundehalter der Stadt. "Gehen Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nach und leinen Sie Ihre Hunde an!" Auf viele Hinweise an Hundebesitzer, dass sie ihre Hunde an die Leine nehmen sollen, bekomme sie oft nur beleidigende Antworten. Im Fall ihrer Katze hat sich der Hundebesitzer sogar komplett aus dem Staub gemacht. Niemand hat etwas gesehen "Leider hat auch niemand meiner Nachbarn etwas gemerkt", ist Sylvia Liem sehr traurig. "Es muss ja einen Kampf gegeben haben." Wer in der Nacht von Sonntag auf Montag einen großen, freilaufenden Hund in der Wohnsiedlung um den Richard-Wilmanns-Weg gesehen hat, kann sich melden. Liem glaubt aber nicht mehr daran, den Besitzer ausfindig zu machen. "Wahrscheinlich ist der Hund nicht richtig angemeldet, sonst wäre er ja versichert. Heute ist schon Donnerstag, da wird sich wohl niemand mehr melden."

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