Vor der futuristisch anmutenden Sporthalle: Am Quellenhofweg steht Architekt Frank Ebeler (Büro: kenterplan), hinten gehen Besucher zur Eröffnungsfeier. - © Andreas Zobe
Vor der futuristisch anmutenden Sporthalle: Am Quellenhofweg steht Architekt Frank Ebeler (Büro: kenterplan), hinten gehen Besucher zur Eröffnungsfeier. | © Andreas Zobe

Bethel Vier-Millionen-Bau am Quellenhofweg eingeweiht

Vier Bethel-Schulen sollen hier jetzt ihren Sportunterricht haben – in der neuen Dreifachhalle

Kurt Ehmke

Bethel. Manchmal sind Architekten auch stolz auf das, was nicht zu sehen ist. Frank Ebeler ist so ein Architekt. Als er die von ihm entworfene neue Designersporthalle in Bethel würdigen soll, sagt er: „Wir konnten ein Drittel des Volumens der Halle eingraben." Klingt nach Understatement, ist aber nur Ausdruck des Bemühens, eine Sporthalle zu bauen, die nicht unangenehm als zu groß, zu wuchtig, zu hoch auffällt. Gestern wurde die gut vier Millionen Euro teure Halle eingeweiht. Grün ist sie. Wie auch die Brockensammlung. Das bringt auch Bethels Pressesprecher Jens Garlichs zu der Frage: „Ist Grün das neue Bethel-Blau?" Ebeler schmunzelt. Wer weiß? Vielleicht ist ja eine grüne Bauachse denkbar: von der grünen Brockensammlung über einen grünen Sekundarschulneubau bis hin zur grünen Sporthalle. Doch erst einmal bleibt Ebeler bei seiner Perspektive: „Der Kreisel trennt den Quellenhofweg in zwei Bereiche, jenen, der von Gewerbe geprägt ist und jenen, der vom Grün der Natur eingefasst ist." Die Sporthalle befinde sich in letzterem Bereich, dem zolle die grüne Optik der Halle Tribut. Auch deshalb sollte sie flach werden, schlank wirken. Damit das gelang, legte Ebeler die Geräteräume fast komplett an die Straßenseite – und hier unter die Erde. Weitere Räume kamen vor den Kopf der Halle, alles ungewöhnlich, alles dafür, dass die Halle sich schlank und niedrig einfügt. „Sie ist jetzt nur fünf bis sieben Meter hoch", sagt der Architekt und bezieht sich auf den Außenblick. In Bethel soll die Halle nun ein Ort sein, an dem sich Schüler der angrenzenden Mamre-Patmos-Schule, des Berufskollegs und der Bodelschwinghschulen begegnen. Sie alle treiben hier in der Dreifachsporthalle nun Sport, betont Klaus-Hermann Bunte aus der Mamre-Patmos-Schulleitung. Vereinbart sei eine Drittelteilung – „das erste fürs Berufskolleg, das zweite für die Bodelschwinghschulen und das dritte für uns." Ob noch Sportvereine hinzukommen, ist offen – der SV Gadderbaum hat schon Bedarf angemeldet und hofft, bereits nach den Herbstferien Mitnutzer sein zu können. Für die Schulen, besonders jene, auf die Kinder mit Behinderung gehen, ist die ungewöhnliche Ausstattung der Halle wichtig. Dank Sponsoren bietet sie auch eine „Schaukelschwinganlage" und ein „Kugelbad". Bunte: „Das ist ein großer Schritt hin zu wirklich inklusivem Sport am Schulstandort Bethel." Gestern feierten denn auch alle Schulen gemeinsam ihren neuen Ort für Sport. Zwei Stunden lang gab es Reden zu hören, Musik von der Bigband und natürlich sportliche Aktionen – von Tanz über Trampolin bis hin zu Zumba. Eine der Attraktionen war auch die Torwand. Hier enthielt Bethel-Vorstand Rainer Norden den Gästen seine Schusstechnik dank einer Sitzung vor – doch die Ex-Fußballstars Tobias Rau und Uli Stein sprangen gerne ein.

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