In der Ausstellung "Tote Körper on Tour" in Bielefeld sind plastinierte menschliche Leichen, einzelne Körperteile sowie Organe zu sehen. - © Screenshot: NW
In der Ausstellung "Tote Körper on Tour" in Bielefeld sind plastinierte menschliche Leichen, einzelne Körperteile sowie Organe zu sehen. | © Screenshot: NW

Bielefeld In Bielefeld werden tote Menschen ausgestellt

Ausstellung "Echte Körper on Tour" kommt in die Stadt

Alexandra Buck

Bielefeld. Die Anatomische Ausstellung "Echte Körper on Tour - von den Toten lernen" kommt vom 20. bis 29. Oktober auf den Bielefelder Johannisberg. 200 Exponate sollen gezeigt werden. Als Gunther von Hagens 1996 erstmals seine Ausstellung "Körperwelten" präsentierte, gab es einen großen Aufschrei im Land. Der Erfinder der Plastination zeigte Körper echter menschlicher Leichen, die er mittels Plastination haltbar gemacht hatte. Distanz zu "Körperwelten" Er arrangierte die Körper in teilweise sehr offensiven Posen, unter anderem zeigte er etwa Pokerrunden, Reiter  oder kopulierende Paare. Davon distanzieren sich die Veranstalter der "Echte-Körper"-Ausstellung. Es werde keine Effekthascherei durch kompromittierende Posen oder eingefärbte Körperteile geben, sagt Mitveranstalter Harald Sperlich. Vielmehr solle der Besucher tatsächlich "von den Toten lernen". Vom 20. bis 29. Oktober kommt die Ausstellung auf den Bielefelder Johannisberg. Hier soll anatomisches Wissen vermittelt werden, unter anderem auch an Schulklassen. Es ist durchgehend von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Besonderen Wert legen die Veranstalter nach eigenen Angaben auf die Würde der Toten. "Alle Stücke werden hinter Glas präsentiert." Sämtliche Exponate stammen von Menschen, die vor ihrem Tod verfügt haben, ihre Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Alle stammen aus den USA. 200 Exponate Über 200 Exponate werden in dem Zelt auf dem Johannisberg gezeigt. Teilweise komplette Körper, aber auch einzelne Organe können studiert werden.  Zur Verfügung gestellt hat die Stücke die amerikanische Firma  Corcoran Laboratories, die Präparate für Fakultäten herstellt. Neben den präparierten Leichen werden Multimediavorführungen angeboten, außerdem informieren Lehrtafeln zum Thema Körper und Gesundheit.  Für Lehrer Die anatomische Ausstellung befasst sich laut Veranstalter mit allen "lehrplanrelevanten" Themen der Klassenstufen 6 bis 12 und leiste einen wesentlichen Beitrag zur Weiterbildung in medizinischen Berufen. Lehrer können sich in einem kostenlosen Besuch vorab selbst ein Bild machen.

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