Wasser marsch! Anke Bechauf und Lutz Volmer vom Bauernhausmuseum (vorne) freuen sich über das Geschenk im Jubiläumsjahr – Fotograf Uwe Schmale, Friedhelm Rieke (Stadtwerke), Marcus Stichmann und Bruno Peters, hinten, v. l., haben geholfen. - © Andreas Frücht
Wasser marsch! Anke Bechauf und Lutz Volmer vom Bauernhausmuseum (vorne) freuen sich über das Geschenk im Jubiläumsjahr – Fotograf Uwe Schmale, Friedhelm Rieke (Stadtwerke), Marcus Stichmann und Bruno Peters, hinten, v. l., haben geholfen. | © Andreas Frücht

Bielefeld Ein Wasserspielplatz für das Bielefelder Bauernhausmuseum

Kurt Ehmke

Bielefeld. Perfektes Timing: Ausgerechnet an den bisher heißesten Tagen des Jahres haben gestern die Stadtwerke, die Stiftung Bauernhausmuseum und der Fotograf Uwe Schmale eine neue Wasserbahn auf der Obstbaumwiese des Museums eröffnet. So schmückt sich das Haus zu seinem 100-jährigen Bestehen nun auch mit einer weiteren Attraktion für die kleineren Gäste. Die Stadtwerke, die zuvor auch schon im Bürgerpark eine Wasserspielanlage gesponsort hatten, gaben fast 10.000 Euro, Fotograf Schmale gut 7.500 – aus dem Erlös seines Stadtwerkekalenders für das Jahr 2017. Auch für 2018 wollen die Stadtwerke wieder einen Kalender herausbringen; nachdem Schmale die beiden ersten fotografiert hatte, wird NW-Fotografin Sarah Jonek den dritten bebildern. Auf der Obstbaumwiese, unter einer mächtigen Linde, können nun die Kinder pädagogisch an das Thema Wasser herangeführt werden – aber auch einfach nur spielen und Spaß haben, wie der Bauernhausmuseum-Geschäftsführer, Marcus Stichmann sagt. Über verschiedene Holzrinnen fließt das von Kindern gepumpte Wasser über knapp elf Meter in eine gut 35 Meter lange Steinrinne – und hier am Ende in eine Zisterne. Aus dieser wiederum kann dann der Bauerngarten bewässert werden; anders als bisher, als ein einfaches Wassersystem alles schlicht im Boden versickern ließ und teilweise ein Haus des Museums ordentlich einnässte. Geplant hat die Anlage Bruno Peters. Er hat auf langlebiges Robinienholz gesetzt. Pädagogische Zugänge des Museums könnten nun laut Anke Bechauf und Lutz Volmer sein: Wie wurde früher das Vieh getränkt? Wie wurde Wasser gewonnen und wie bewegt? Und warum das fast immer von Frauen? Wie kam es auf die Felder? Warum musste Flachs gewässert werden? Wie wichtig war die Hygiene – so beim Buttern? Und warum ist Wasser eigentlich eine so wichtige Ressource?

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