Die anhaltende Begeisterung der Verbraucher für Tiefkühlpizzen und Puddingpulver hat dem Lebensmittelkonzern Dr. Oetker 2016 gute Geschäfte beschert. - © Wolfgang Rudolf (Archiv)
Die anhaltende Begeisterung der Verbraucher für Tiefkühlpizzen und Puddingpulver hat dem Lebensmittelkonzern Dr. Oetker 2016 gute Geschäfte beschert. | © Wolfgang Rudolf (Archiv)

Bielefeld Gute Geschäfte mit Fertigpizzen beflügeln Dr. Oetker

2016 ist der Umsatz um 1,6 Prozent auf rund 2,4 Milliarden gestiegen

Bielefeld (dpa). Die anhaltende Begeisterung der Verbraucher für Tiefkühlpizzen und Puddingpulver hat dem Lebensmittelkonzern Dr. Oetker 2016 gute Geschäfte beschert. Im vergangenen Jahr steigerte das Bielefelder Familienunternehmen seine Umsätze um 1,6 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro. Angesichts herausfordernder Rahmenbedingungen in vielen Ländern habe das Unternehmen das Geschäftsjahr „sehr ordentlich abgeschlossen", berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung der Dr. Oetker GmbH, Richard Oetker, gewohnt zurückhaltend am Mittwoch. Die Zahlen der ersten vier Monate des laufenden Jahres zeigten nach einer Mitteilung allerdings „eher ein verhaltenes Bild". Umsatz in Deutschland: 740 Millionen Euro In Deutschland steigerte der Lebensmittelhersteller seine Umsätze um rund drei Prozent auf 740 Millionen Euro. Im Ausland fiel das Wachstum mit knapp einem Prozent auf 1,67 Milliarden Euro schwächer aus. Das lag jedoch vor allem an Währungseffekten. Insbesondere die Abwertung des Britischen Pfunds, des Mexikanischen Pesos und der Türkischen Lira belasteten das Ergebnis, hieß es. Organisch wuchs auch das Auslandsgeschäft um rund drei Prozent. Zahlen zum Ergebnis nennt das Familienunternehmen traditionell nicht. Die Zahl der Beschäftigen bei Dr. Oetker stieg weltweit um 1,2 Prozent auf 11.640 Mitarbeiter, in Deutschland erhöhte sie sich um 0,7 Prozent auf 4.469 Mitarbeiter. Oetker will auf Palmöl verzichten Das Thema Nachhaltigkeit spielt laut Oetker eine immer größere Rolle. Für Kakao etwa gelte künftig, "dass in allen von Dr. Oetker hergestellten oder als Handelsware bezogenen Produkten nachhaltig angebauter und entsprechend zertifizierter Kakao eingesetzt wird". In Deutschland soll die Umstellung bis spätestens Ende 2017 und weltweit bis Ende 2020 erfolgen. Weiterhin sei geplant, bis Ende 2018 weltweit auf die Verwendung von Palmöl zu verzichten. Zudem habe Dr. Oetker im vergangenen Geschäftsjahr ein Konzept erarbeitet, das auf eine weitere Verbesserung des Tierwohls bei der Erzeugung der eingesetzten Rohwaren abzielt. Dabei will Dr. Oetker die Lieferkette beim Bezug von Fleisch verkürzen. Darüber hinaus habe Dr. Oetker sich das Ziel gesetzt, weiterhin den Salz-, Zucker- und Fettanteil seiner Produkte zu reduzieren, "wann immer dies ohne Qualitäts- oder Geschmackseinbußen möglich ist". Im gesamten Pizzasegment konnte zum Beispiel der Salzgehalt in den vergangenen rund zehn Jahren nach eigenen Angaben um mehr als 20 Prozent verringert werden. Vegane Crème Fraiche Auf Produktebene präsentierte Dr. Oetker in Deutschland zu Beginn des Jahres 2017 zum einen die neuen "Vitalis SuperMüslis" und das neue Eispulver sowie die "Creme Vega", ein veganes Verfeinerungsprodukt, das sich genauso verwenden lässt, wie die bekannte Crème fraîche. Zum anderen sorgte das Unternehmen mit der süßen Pizza-Produktinnovation "Ristorante Dolce al Cioccolato" für eine Sensation im Tiefkühlmarkt.  

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