Ausstellungseröffnung "MenschWald!" im Dankort Bethel - © Sarah Jonek
Ausstellungseröffnung "MenschWald!" im Dankort Bethel | © Sarah Jonek

Bethel Wunderschöne Waldbilder im Dankort und Bethel

Kurt Ehmke

Bethel. Der Wald: Sagen spielen in ihm, der Deutsche Wald ist ein Ort von Mythen, er ist Bedrohung und Stätte der Erholung, er ist dunkel, ist lebendig, steht für Ruhe - und ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Kaum ein Lebensraum ist so überladen von Erwartungen, und genau das will jetzt der Landesbetrieb "Wald und Holz" zeigen. Im Dankort in Bethel ist bis zum 6. April die Ausstellung "MenschWald!" zu sehen. Etliche Fotografen haben sich für Wettbewerbe des NRW-Betriebes mit dem Wald auseinandergesetzt, ihre Bilder werden gezeigt. 20 Studenten der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) haben die Eröffnung organisiert, die Schau soll danach durch das ganze Bundesland touren. Die Studenten sind angehende Eventmanager, hier konnten sie aus der Theorie in die Praxis hineinschnuppern. Die Szene: Draußen scheint die Sonne, drinnen sind die fotografischen Annäherungen an das Phänomen Wald zu sehen. Jenen Wald, der an Frühlingstagen wie diesem Großartiges zu bieten hat, bunte Frühblüher zum Beispiel. Das nutzt Regionalforstamtschef Franz Stockmann zu einem augenzwinkernden Einstieg in seine Begrüßungsrede: "Sie überraschen mich", ruft er den Gästen zu, "warum sind Sie denn nicht im Analog-Modell des Waldes da draußen - sondern hier drinnen im digitalen Modell des Waldes?" Kurzes Stutzen, dann merkt Stockmann an, dass das ein Scherz sei. Schmunzeln. Ja, der eine oder andere wäre wohl tatsächlich lieber irgendwo in jenem Teutoburger Wald, den Stockmann so umschreibt: "Gerade hier in Bielefeld - gut 330.000 Menschen und 5.000 Hektar Wald - krachen Interessen aufeinander." Beispiele: Waldbesitzer - Geocacher; Jäger - Jogger; baumumarmende, esoterische Waldbesucher - Baumfäller. Diese Vielfalt der Ansprüche abzubilden sei Ziel der Aus-stellung; jeder Fotograf gibt auf der Rückseite seines Fotos noch inhaltliche Hinweise. Präsentiert werden die Bilder an großen Holzbäumen; gebaut in Bethelwerkstätten. Michael Blaschke, Sprecher des NRW-Betriebes betont: "Wir haben die Bilder so ausgesucht, dass sie die ganze Bandbreite des Waldes zeigen."

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