Paula (6 ), Julia (9), Antonia (8), Felina (9, hinten v. l.) – und Charlotte (5), Florian (3), Jannick(2) und Martin (5, vorne v. l.).
Paula (6 ), Julia (9), Antonia (8), Felina (9, hinten v. l.) – und Charlotte (5), Florian (3), Jannick(2) und Martin (5, vorne v. l.).

Jöllenbeck/Dornberg Hunderte Laternen ziehen durch Jöllenbeck und Dornberg

Traditionelle Martinsumzüge zur Jöllenbecker Marienkirche und der katholischen Heilig-Geist-Kirche in Dornberg

Jöllenbeck/Dornberg (lisa). Rund 250 Dornberger und 350 Jöllenbecker Kinder, Eltern, Freunde und Geschwister sind am Wochenende bei den Martinsumzügen mitgelaufen.

Mit bunten, selbstgebastelten Laternen machten sich am Samstag in Jöllenbeck drei große Züge auf den Weg zur Marienkirche, wo sie am Gottesdienst teilnahmen. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Jöllenbeck und die katholische Kirchengemeinde veranstalten die traditionellen Laternenumzüge jedes Jahr zusammen zum Martinstag. Der Feuerwehrmusikzug der Stadt und die Posaunenchöre des CVJM Jöllenbeck begleiteten die Züge durch Jöllenbecks Straßen.

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In Dornberg fand der Gottesdienst in der katholischen Heilig-Geist-Kirche mit Pfarrer Markus Jacobs statt. Traditionell ritt bei allen Umzügen ein Sankt Martin im roten Mantel voran und leitete die Kinder durch die dunklen Straßen. Sankt Martin teilte natürlich auch seinen Mantel und schenkte ihn einem frierenden Bettler. In der Kirche sangen dann alle zusammen bekannte Martinslieder und sprachen über den 529. Geburtstag Martin Luthers.

Die Frage von Pfarrer Andreas Kersting, warum die Kinder heute überhaupt mit ihren Laternen durch die Straßen ziehen, konnten diese selbstverständlich sofort beantworten: "Weil Martin mit einem Bettler seinen Mantel geteilt hat", so die kleine Henriette.

In Jöllenbeck gab es nach dem Gottesdient eine Überraschung für alle Kinder: Lecker gefüllte Geschenktüten, die aus Spenden der Jöllenbecker Kaufmannschaft finanziert wurden. Diese Tradition besteht bereits seit 50 Jahren, so Hans Klöne, Kirchmeister der Marienkirche: "Früher waren sie aber eher mit Äpfeln und Nüssen gefüllt." Heute freuen sich die Kinder über einen gefüllten Beutel mit Weingummis, Schokolade, Gebäck und der Lutherrose zum Ausmalen mit Buntstiften.

In Dornberg hatte sich die Gemeinde eine andere Aktion ausgedacht: Die Kinder konnten für den Dornberger Lebensmittelkorb Spielsachen mitbringen und so bedürftigen Kindern eine Freude machen.

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