Feuerwehrleute mit Atemgeräten kommen aus der Produktionshalle, in der die Druckmaschine gebrannt hat. - © Christian Mathiesen
Feuerwehrleute mit Atemgeräten kommen aus der Produktionshalle, in der die Druckmaschine gebrannt hat. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Feuerwehrgroßeinsatz: Druckmaschine fängt in Industriehalle Feuer

Lösungsmittel sorgen für gefährlichen Einsatz. 50 Feuerwehrleute bekämpfen Brand

Jens Reichenbach

Bielefeld-Dornberg. Eine brennende Druckmaschine in der Produktionshalle der Papier verarbeitenden Fabrik Vogel im Industriegebiet Auf dem Esch hat am Donnerstagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Wie Einsatzleiter Gordon Majewski mitteilte, hatten Mitarbeiter der Firma gegen 18.50 Uhr Feuer in einer der Produktionsmaschinen gemeldet. Als die ersten der am Ende rund 50 Brandbekämpfer eintrafen, stand eine mächtige Druckmaschine in Flammen. Vier Mitarbeiter hatten sich zu dem Zeitpunkt bereits in Sicherheit gebracht, nachdem sie selbst acht Handlöschgeräte eingesetzt haben. Verletzt wurde niemand. "So ein Maschinenbrand kann sehr schnell auf das Gebäude übergreifen. Oft kann in solchen Fällen die Feuerwehr nur noch einzelne Gebäudeabschnitte retten". erklärte Majewski. Deshalb entschieden sich die Feuerwehrleute für einen massiven Löschangriff mit gleich drei Angriffstrupps mit Preßluftatmern. Lösungsmittel neben der brennenden Maschine machte den Einsatz gefährlich Erschwerend kam hinzu, dass es "in der Halle eine sehr starke Rauchentwicklung gab und neben der Maschine mehrere Lösungsmittel standen". Vor der Maschine brannte tatsächlich auch eine 30 Quadratmeter große Lache eines ethanolhaltigen Farbstoffs. Trotzdem gelang es mit Wasser und Schaum die Flammen nach 30 Minuten unter Kontrolle zu bringen. "Nach einer Stunde war die Situation aber erst entspannt." Selbst gegen 20 Uhr gab es in der Maschine immer wieder Rückzündungen. Majewski sprach nach Einsatzende um 22.30 Uhr von einem "sehr erfolgreichen Einsatz: Wir konnten das Gebäude schützen. Die Halle ist komplett unversehrt." Weil nur ein Drittel der 20 Meter langen und 4 Meter hohen Druckmaschine gebrannt hatte, ist die Schadensschätzung schwer. "Teile der Maschine müssen nur gereinigt, andere gereinigt werden", so Majewski. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Ursache aus Im Einsatz waren Berufsfeuerwehrleute der Hauptwache und der Wache West sowie der Löschabteilungen Großdornberg und Babenhausen. Hinzu kamen zahlreiche Einsatzfahrzeuge und der Rettungsdienst. Am Ende waren es rund 50 Brandbekämpfer. Die Zufahrt zum "Industriegebiet Auf dem Esch" war deshalb auch während der Löscharbeiten komplett gesperrt. Die Polizei wurde zur Ermittlung der Brandursache hinzugezogen, übergab die Halle aber am Abend der Firma. Man geht von einem technischen Defekt aus.

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