Wieder geöffnet: Paul Geydan (r.) freut sich über den neuen Pächter Giampiero Luca (l.). Unterstützt wird er von Antonio Derardi. - © Sylvia Tetmeyer
Wieder geöffnet: Paul Geydan (r.) freut sich über den neuen Pächter Giampiero Luca (l.). Unterstützt wird er von Antonio Derardi. | © Sylvia Tetmeyer

Kirchdornberg Im Dorfkrug gibt es jetzt italienische Küche

Sylvia Tetmeyer

Kirchdornberg. Er stammt aus Kalabrien – der neue Pächter Giampiero Luca. Die Familie des 46-Jährigen ist seit Jahrzehnten in der Gastronomie tätig. Paul Geydan musste deshalb nicht lange überlegen. „Wir hatten fünf Bewerber, die den Dorfkrug weiterführen wollten", sagt der Verwalter der Immobilie. Nun zieht ein Stück Italien in die Traditionsgaststätte ein. Wie berichtet, ist Dieter Klages, der seit 2014 Wirt im Ort war, im Februar plötzlich verstorben. „Keiner hatte damit gerechnet", erzählt Geydan. Da das Lokal im Zentrum Kirchdornbergs seit Anfang des 20. Jahrhunderts existiert, war es für die Besitzerfamilie klar, dass es bald weitergehen sollte. Das Gebäude gehört Ehefrau Marianne Geydan und ihrer Schwester Ursula. Der Name Dorfkrug solle erhalten bleiben, „weil die Gaststätte schon sehr lange als Dorfkneipe bekannt ist." Neben der Schankstube liefen früher berühmte Kinofilme. Den Namen erhielt das Wirtshaus in den 1960er Jahren von Heinrich Janböke und seiner Frau Gertrud, Schwiegereltern von Paul Geydan. Ab 1978 war das Lokal immer verpachtet. Bevor der neue Pächter einziehen konnte, hat er gemeinsam mit den Besitzern alles gründlich auf Vordermann gebracht. Neue Tische und Stühle, Vorhänge und Gardinen verleihen den Räumen eine helle, mediterrane Atmosphäre. Statt einer Falttür, die den Gastraum vom Restaurantbereich getrennt hat, ist ein Rundbogen entstanden. Für Geburtstags- oder Hochzeitsgesellschaften stehen nun rund 60 Plätze zur Verfügung. „Wir haben die Küche von Grund auf saniert", erzählt der Kirchdornberger. Dabei sei so manches morsche Holzbrett des Fußbodens ausgetauscht worden. Auch die Fensterbänke hätten noch aus Holz bestanden. Nun sei auch die Technik auf dem neuesten Stand. Ebenfalls ausgetauscht wurde die Theke. Beibehalten hat der neue Pächter den Stammtisch, rechts neben der Theke. Dort treffen sich Gäste, die abends regelmäßig auf ein Bier und ein gutes Gespräch vorbeikommen. Auch der Sparverein läuft weiter. Für Giampiero Luca, der bereits in verschiedenen Restaurants in Gütersloh und Umgebung gearbeitet hat, ist es das erste Haus, das er als Pächter führt. Der Koch bietet neben Pizza und Pasta auch selbst gemachte Gerichte aus seiner Heimat an. Vor 30 Jahren ist der Italiener nach Deutschland gekommen. Bislang gibt es keinen Ruhetag. Der Dorfkrug ist täglich von 17.30 bis 23 Uhr geöffnet – sowie sonntags von 11 bis 14 Uhr.

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