Platane gefällt: Anzeige ist raus. - © Wolfgang Rudolf
Platane gefällt: Anzeige ist raus. | © Wolfgang Rudolf

Kirchdornberg Anwohner zeigen Verantwortliche der Platane-Fällung an

Sylvia Tetmeyer

Kirchdornberg. Die Fällung der Platane im Februar hat hohe Wellen geschlagen. Auch die Bezirkspolitiker haben sich während der jüngsten Sitzung mit dem Thema beschäftigt. 16 Anwohner haben nun Unterschriften übergeben, weil sie gegen die Fällung protestieren wollen. "Wir haben eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit gegen Unbekannt gestellt. Wir wollen wissen, wer dafür verantwortlich ist", sagt Frank Fubel. Von Bauamt und Umweltamt würden dazu konträre Meinungen vorliegen. Gespräche dort hätten ergeben, dass die Platane aufgrund der Erhaltungssatzung nicht hätte gefällt werden dürfen. Die Linke hatte zur jüngsten Sitzung den Antrag gestellt, die Verwaltung mit der Aktualisierung der Satzung zu beauftragen, weil diese "viel zu weit gefasst" und "wenig konkret" sei. Bernd Vollmer wies darauf hin, dass Kirchdornberg zu den ältesten Siedlungsgebieten im Raum Bielefeld gehört. Deshalb könne es sein, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe auf dem Areal archäologische Grabungen veranlasse. Die Politiker fassten keinen Beschluss. Vielmehr wollen sie in der Arbeitsgruppe Stadtteilentwicklung über das Thema sprechen. Einig sind sie sich darüber, dass ein Ersatzbaum gepflanzt werden müsse. "Ich war sehr traurig, als ich erfahren habe, dass der Baum gefällt worden ist. Er war ortsbildprägend", sagt Dieter Frank vom Bauamt. Rein rechtlich habe man bei der Erhaltungssatzung jedoch nur Möglichkeiten, wenn es um Gebäude gehe. Der Mitarbeiter im Team Stadtgestaltung, Denkmalschutz ist zwar persönlich der Meinung, dass der Baum hätte erhalten bleiben sollen, ein Baum sei jedoch kein Gut, das über das Baurecht gesichert werden könne.

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