Bielefeld Mini-Formel-1 in der Fachhochschule

OWL-Cup: 15 Teams aus Ostwestfalen haben in der Fachhochschule ihre selbst gebauten Boliden ins Rennen geschickt – die beim Start sogar flotter sind als die echten

Alexandra Buck

Bielefeld. Wer einmal zwinkert, hat das halbe Rennen verpasst: Beim OWL-Cup zum Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ in der Fachhochschule haben am Wochenende 15 Schülerteams aus Ostwestfalen-Lippe ihre kleinen Boliden sausen lassen. Und die brauchen für eine Strecke von 20 Metern nur gut eine Sekunde. Das ist ein Riesenspaß – die Vorbereitung artet allerdings zuweilen in harte Arbeit aus. Die Schülerinnen und Schüler müssen im Team einen kleinen Modellrennwagen entwickeln, der mit einer CO2-Patrone angetrieben wird. Die Teams präsentieren sich auch auf einem selbst entworfenen Messestand, reichen ein Portfolio ihrer Entwicklung ein und präsentieren ein Marketingkonzept in einer 20-minütigen Kurzpräsentation vor einer Jury mit Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft. Entscheidend für den Sieg ist die Teamleistung aus Konstruktion, Fertigung, Reaktionszeit, Fahrzeuggeschwindigkeit, Businessplan und Präsentation. Und da haben es die Cup-Sieger, das Team „PeleForce“ vom Pelizaeus-Gymnasium in Paderborn, auf die Spitze getrieben. Sie haben sich ihre Freizeit mit Konstruktion (Welches Kugellager nehmen wir? Welcher ist der beste Spoiler? Und die Radkappen?), Vermarktung (Welche Technik am Teamstand? Welche Informationen?), Design (Logo? Flyer? Website?) und vielem mehr ihre Freizeit um die Ohren gehauen. Und doch ist es für das Team aus drei Jungs und zwei Mädels immer wieder eine Riesengaudi. „Du kriegst Einblick in alle Bereiche. Von Naturwissenschaft und Technik bis zum Marketing ist halt alles dabei. Das bieten andere Wettbewerbe so nicht“, sagt Saskia Rummenie (16), zuständig für das Team-Marketing bei PeleForce. Die Ausbeute am Ende: Beste Konstruktion, schnellstes Fahrzeug (20 Meter in 1,083 Sekunden), bester Teamstand, bestes Portfolio. Da haben die Marketing-Frauen und Technik-Jungs bestens zusammengearbeitet. „Erfahrungsgemäß sind die gemischten Teams immer die erfolgreichsten“, sagt Eric Klemp, Jury-Mitglied und Lehrender an der Universität Paderborn. „Die Zahl der Frauen in diesem sehr technisch orientierten Wettbewerb ist ungewöhnlich hoch.“

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